Abo
  • Services:
Anzeige
Das Siegerfoto "Unicef-Foto des Jahres 2011" von Kai Löffelbein
Das Siegerfoto "Unicef-Foto des Jahres 2011" von Kai Löffelbein (Bild: Kai Löffelbein)

Millionen Tonnen: Große Mengen Elektronikschrott verschwinden aus Europa

Das Siegerfoto "Unicef-Foto des Jahres 2011" von Kai Löffelbein
Das Siegerfoto "Unicef-Foto des Jahres 2011" von Kai Löffelbein (Bild: Kai Löffelbein)

Elektronikschrott aus der EU verschwindet einfach. Interpol ist sehr selten in der Lage, die illegalen Exporte aufzuklären.

Anzeige

Alte Computer und Elektronikschrott werden in Europa einer neuen Studie zufolge immer mehr zu einem Müllproblem. In den 28 EU-Ländern wird demnach derzeit nur etwa ein Drittel der ausgemusterten Computer und anderen Elektroschrotts ordnungsgemäß entsorgt. Allein im Jahr 2012 seien 6,2 Millionen Tonnen falsch recycelt, ins Ausland gebracht oder einfach weggeworfen worden, heißt es in der Studie der Organisation CWIT zum Kampf gegen die Verschwendung von und den illegalen Handel mit Elektronik-Schrott.

Die Folge seien nicht nur Umweltprobleme durch austretende Gifte wie Quecksilber und Blei, sondern auch wirtschaftliche Schäden, weil hochwertige Wertstoffe vergeudet würden.

Die Studie war von mehreren Unterorganisationen der Vereinten Nationen sowie der internationalen Polizeiorganisation Interpol in Auftrag gegeben worden und wird von der Europäischen Union unterstützt. Der Generalsekretär des Forums WEEE (Waste Electronical and Electric Equipment), Pascal Leroy, betonte: "Elektroschrott stellt den am schnellsten wachsenden der weltweiten Müllströme dar." Der unsachgemäße Umgang und der illegale Handel - teils von organisierten Banden betrieben - werde nach Informationen von Interpol nur in 0,5 Prozent der Fälle geahndet.

Volkswirtschaftlicher Schaden

1,3 Millionen Tonnen Elektroschrott und großteils noch funktionsfähige Computer haben 2012 die EU-Staaten in nicht angemeldeten Exporten verlassen. Innerhalb Europas sieht die Situation noch düsterer aus: 4,7 Millionen Tonnen Elektroschrott werden zwischen den EU-Ländern illegal hin und hergeschoben. Das ist mehr als zehnmal so viel wie offiziell deklariert. Insgesamt entstehe durch den nicht ordnungsgemäßen Umgang ein volkswirtschaftlicher Schaden zwischen 800 Millionen und 1,7 Milliarden Euro. Das Gewicht des illegal verschobenen Schrotts entspreche dem einer Backsteinmauer von Oslo bis Süditalien.

Der Expertenbericht macht eine Reihe von Vorschlägen zur Bekämpfung des Problems. Dazu gehört die bessere Ausbildung von Polizei, Staatsanwaltschaften und auch Richtern. Die Informationen der Strafverfolgungsbehörden müssten international koordiniert werden. Vor allem aber müssten sich die EU-Länder auf einheitliche Richtlinien verständigen. Bisher habe etwa ein Drittel aller EU-Länder nicht das nötige Regelwerk übernommen.


eye home zur Startseite
plutoniumsulfat 01. Sep 2015

Toll, alle anderen zahlen mit. Fände ich schon etwas unverschämt. Naja, dann hat man...

dakira 01. Sep 2015

Hi, dazu kann ich dir als jmd. der in dem Bereich aktiv ist sagen, dass es so nicht ganz...

Mixermachine 01. Sep 2015

Halt Stop, wie weit ist erstmal die Entfernung in Ellenbogenlängen. Wahlweise auch...

JensM 31. Aug 2015

Lieber nicht, aus den Augen aus dem Sinn!

plutoniumsulfat 31. Aug 2015

Morde begehen kann auch er nicht so einfach. Immunität ist schließlich kein...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. TARGOBANK AG & Co. KGaA, Duisburg
  2. Bosch Software Innovations GmbH, Berlin
  3. BruderhausDiakonie, Reutlingen
  4. medavis GmbH, Karlsruhe


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 49,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. (u. a. Stephen Kings Es 8,97€, Serpico 8,97€, Annabelle 8,84€)

Folgen Sie uns
       


  1. PixelNN

    Mit Machine Learning unscharfe Bilder erkennbar machen

  2. Mobilfunk

    O2 in bayerischer Gemeinde seit 18 Tagen gestört

  3. Elektroauto

    Tesla schafft günstigstes Model S ab

  4. Bundestagswahl 2017

    IT-Probleme verzögerten Stimmübermittlung

  5. Fortnite Battle Royale

    Entwickler von Pubg sorgt sich wegen Unreal Engine

  6. Übernahme

    SAP kauft Gigya für 350 Millionen US-Dollar

  7. Core i9-7980XE im Test

    Intel braucht 18 Kerne, um AMD zu schlagen

  8. Bundestagswahl 2017

    Ein Hoffnungsschimmer für die Netzpolitik

  9. iZugar

    220-Grad Fisheye-Objektiv für Micro Four Thirds vorgestellt

  10. PowerVR

    Chinesische Investoren kaufen Imagination Technologies



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Lenovo Thinkstation P320 Tiny im Test: Viel Leistung in der Zigarrenschachtel
Lenovo Thinkstation P320 Tiny im Test
Viel Leistung in der Zigarrenschachtel
  1. Adware Lenovo zahlt Millionenstrafe wegen Superfish
  2. Lenovo Smartphone- und Servergeschäft sorgen für Verlust
  3. Lenovo Patent beschreibt selbstheilendes Smartphone-Display

Wireless Qi: Wie die Ikealampe das iPhone lädt
Wireless Qi
Wie die Ikealampe das iPhone lädt
  1. Noch kein Standard Proprietäre Airpower-Matte für mehrere Apple-Geräte

Apples iPhone X in der Analyse: Ein iPhone voller interessanter Herausforderungen
Apples iPhone X in der Analyse
Ein iPhone voller interessanter Herausforderungen
  1. Smartphone Apple könnte iPhone X verspätet ausliefern
  2. Face ID Apple erlaubt nur ein Gesicht pro iPhone X
  3. iPhone X Apples iPhone mit randlosem OLED-Display kostet 1.150 Euro

  1. Re: Das Problem mit Jamaika

    HubertHans | 11:46

  2. Re: Ich feier das Ergebnis der AfD!

    mnementh | 11:45

  3. Re: Ich lach mich schlapp...

    bernd71 | 11:44

  4. Re: Wahlkampf von Flüchtlingspolitik geprägt und...

    Muhaha | 11:43

  5. Re: parlamentarische "Demokratie" ist nicht...

    ubuntu_user | 11:43


  1. 11:58

  2. 11:34

  3. 11:19

  4. 11:04

  5. 10:34

  6. 10:16

  7. 09:01

  8. 07:52


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel