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Millionen Nutzer betroffen: Großer Schlag gegen illegales Streaming

Strafverfolger mehrerer Länder haben 29 Razzien durchgeführt und millionenfach besuchte illegale Streaming -Plattformen vom Netz genommen.
/ Marc Stöckel
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Polizeibehörden mehrerer Länder greifen gegen illegales Streaming durch. (Bild: pixabay.com / u_tu0otx0ph2)
Polizeibehörden mehrerer Länder greifen gegen illegales Streaming durch. Bild: pixabay.com / u_tu0otx0ph2

Strafverfolgern mehrerer Länder ist kurz vor den Olympischen Winterspielen 2026 im Rahmen einer Operation namens Switch Off mal wieder ein großer Schlag gegen illegales Streaming gelungen. Zentrum der Aktion war Italien. Nach Angaben der Anti-Piraterie-Organisation ACE(öffnet im neuen Fenster) (Alliance for Creativity and Entertainment) kam es dort zu Durchsuchungen in elf verschiedenen Städten.

Aber auch in 14 anderen Ländern soll es entsprechende Razzien gegeben haben. Als Beispiele nennt die ACE Spanien, Rumänien, das Vereinigte Königreich, Kanada, Indien, Südkorea und die Vereinigten Arabischen Emirate. Von insgesamt 29 Durchsuchungen bei 31 verdächtigen Personen ist die Rede.

Dabei soll auch die Infrastruktur mehrerer illegaler Streamingdienste vom Netz genommen worden sein. Laut ACE konnten die Einsatzkräfte sechs Server und mehrere Webseiten beschlagnahmen sowie mit den Diensten verbundene Telegram-Channel abschalten. Betroffen sind davon die illegalen IPTV-Plattformen IPTVItalia, MigliorIPTV und DarkTV sowie weitere namentlich nicht genannte Dienste.

Millionen von Nutzern weltweit

Allein in Italien sollen die betroffenen Streamingdienste mehr als 125.000 Nutzer gehabt haben. Weltweit ist sogar von "Millionen" die Rede, wenngleich diese Zahl in der Mitteilung nicht näher konkretisiert wird. Die Betreiber der Dienste sollen "in industriellem Maßstab operiert" und durch die illegale Bereitstellung von Pay-TV- und On-Demand-Inhalten Einnahmen in Millionenhöhe erzielt haben.

Laut einer Pressemitteilung der italienischen Polizei(öffnet im neuen Fenster) wurden bei den zerschlagenen Pirateriediensten unter anderem Streams rechtlich geschützter Inhalte von Streamingdiensten wie Sky, Dazn, Mediaset, Amazon Prime, Netflix, Paramount und Disney+ angeboten. Um ihre Aktivitäten zu verschleiern, sollen die Betreiber unter anderem auf Scheinfirmen und Kryptowährungen zurückgegriffen haben.

Neben den Polizeibehörden der einzelnen Länder waren an Operation Switch Off auch Einsatzkräfte von Eurojust, Europol und Interpol beteiligt. Nahezu zeitgleich zu der Ankündigung der ACE haben US-Behörden die Beschlagnahmung der Domains zamunda.net, arenabg.com und zelka.org verkündet(öffnet im neuen Fenster) , die drei großen Pirateriediensten aus Bulgarien zugeordnet werden.


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