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Millimeterwellen: Telekom will in Deutschland neue Frequenzen ausprobieren

Die Telekom sieht ihre 5G-Abdeckung sehr positiv, hat aber auch Neues zum 5G-Ausbau bekannt gegeben. Mit Millimeterwellen sind 10 bis 20 GBit/s möglich.
/ Achim Sawall
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Netzausbau der Telekom mit neuer Technik (Bild: Deutsche Telekom)
Netzausbau der Telekom mit neuer Technik Bild: Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom hat Interesse, 5G in Deutschland auch im Millimeterwellenbereich zu betreiben. Das sagte Telekom-Deutschland-Vorstand Srini Gopalan am 25. März 2021 auf der Veranstaltung Netze-Update auf die Frage(öffnet im neuen Fenster), ob der Netzbetreiber an den Frequenzen bei 26, 40 oder 60 GHz interessiert sei. "Wir sind interessiert an Microwave, es sind aber Herausforderungen zu überwinden", erklärte Gopalan.

Im Konzern seien hier bereits Erfahrungen gesammelt worden, erklärte der neue Deutschland-Chef. T-Mobile US ist in dem Bereich schon länger aktiv. Auch Technikchef Walter Goldenits sagte: "Wir haben Millimeterwellen bereits international im Einsatz. Ich tendiere dazu, dass wir sie brauchen könnten."

Millimeterwellen sind 30 GHz und höher, aber Netzbetreiber in den USA verwenden den Begriff auch für Frequenzen über 20 GHz. Mit steigender Frequenz sinkt die Reichweite, dafür steigt aber auch die erzielbare Datenübertragungsrate. 5G-Netze mit 10 bis 20 GBit/s wären mit Kanalbandbreiten ab 100 MHz im Bereich von 24 bis 86 GHz möglich. Diese Frequenzbereiche würden aber sehr viele Antennenstandorte benötigen.

Viel 5G überall und ohne viel Datenrate

Die Telekom gab weiter bekannt, ihr 5G-Ausbauziel für das laufende Jahr zu erhöhen und 90 Prozent der Menschen in Deutschland sobald wie möglich mit 5G versorgen. Das Zwischenziel konnten die Technik-Teams bereits jetzt erreichen: eine Abdeckung von 80 Prozent der Bevölkerung mit 5G. Ende März können damit mehr als 66 Millionen Menschen im Land das 5G-Netz der Telekom nutzen. 5G funkt in rund 5.000 Städten und Gemeinden. Über 50.000 Antennen funken mit 5G in Deutschland.

Die Zahlen sind aber kaum aussagekräftig. Die Telekom räumte selbst zuvor ein, dass Smartphone-Nutzer keinen Unterschied zwischen LTE und 5G bemerkten, was daran liegt, dass die Telekom 5G hauptsächlich im 2,1-GHz-Band ausbaut, mit dem maximal 225 MBit/s möglich sind. Dies ist aber auch mit LTE möglich, in der höchsten Ausbaustufe als LTE Advanced Plus, mit der 1 GBit/s und mehr erreicht werden können.

Es handelt sich hier um Refarming von 3G-Frequenzen bei einer Nutzung von LTE und 5G NR im gleichen Spektrum. Ein Mobilfunkexperte sagte Golem.de: "Es ist 5G durch Spectrum Share ohne 5G-Geschwindigkeit." Bei aller Kritik am 5G Ausbau durch Refarming hat die Telekom aber das beste 5G-Netz in Deutschland.

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5G im C-Band bietet die Telekom in über 30 deutschen Städten an. Neu hinzugekommen sind Standorte in der Metropolregion Rhein-Ruhr wie zum Beispiel in Bochum, außerdem auch in Emden, Ingolstadt und Dresden.

Die Telekom investiert nach eigenen Aussagen auch weiter in ihr LTE-Netz. In den vergangenen Wochen hat das Unternehmen über 2.500 Antennen im Bundesgebiet modernisiert, um den Kunden Datenraten von bis zu 300 MBit/s anbieten zu können.


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