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Milliardenpoker beendet: Netflix steigt aus Bieterkampf um WBD aus und nennt Grund

Nach Paramounts 111-Milliarden-Angebot für Warner Bros. Discovery zog Netflix zurück. CEO Ted Sarandos erklärt die Entscheidung.
/ Peter Osteried
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Netflix-CEO Ted Sarandos erklärt, wieso der Streamer kein neues Angebot abgegeben hat. (Bild: Netflix)
Netflix-CEO Ted Sarandos erklärt, wieso der Streamer kein neues Angebot abgegeben hat. Bild: Netflix

Nach dem verlorenen Bieterkampf um die Übernahme von Warner Bros. Discovery hat Netflix-Chef Ted Sarandos den Rückzug seines Unternehmens erläutert. Wie der Wirtschaftsdienst Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) berichtet, hat Netflix bewusst darauf verzichtet, das zuletzt erhöhte Angebot von Paramount Global zu überbieten. Paramount setzte sich am Ende mit einer Offerte durch, die laut Sarandos unter anderem eine persönliche Garantie für einen Deal im Umfang von 111 Milliarden US-Dollar umfasste.

Sarandos wusste von Anfang an, wie weit er gehen wollte

Sarandos erklärte im Interview, Netflix habe früh gewusst, wie es reagieren würde, sollte ein Konkurrenzangebot als überlegen eingestuft werden. Als am Donnerstag die Details des verbesserten Angebots vorgelegen hätten, sei die Entscheidung intern bereits klar gewesen. Netflix habe von Beginn an einen engen finanziellen Rahmen definiert, innerhalb dessen man bereit gewesen sei, für die Vermögenswerte von Warner Bros. Discovery zu bieten. Dieses Angebot sei als "letztes und endgültiges" kommuniziert worden.

Zwar habe Netflix die Struktur des eigenen Vorschlags noch angepasst – statt einer Kombination aus Bargeld und Aktien sei ein reines Barangebot unterbreitet worden, um den Abschluss zu beschleunigen. Am grundsätzlichen Preisrahmen habe sich jedoch nichts geändert. Man sei zufrieden mit dem Punkt, an dem man eingestiegen und auch wieder ausgestiegen sei, so Sarandos.

Paramount habe dagegen nicht nur offene Finanzierungsfragen geklärt, sondern zusätzlich den Preis erhöht. Spätestens mit der persönlichen Garantie sei deutlich geworden, dass der Konkurrent sämtliche Hürden aus dem Weg geräumt habe.

Eine große Abfindung

Eine erneute Übernahmeoffensive plant Netflix laut Sarandos nicht. Man verstehe sich als "Builder, not buyer" – also als Unternehmen, das Inhalte und Strukturen selbst aufbaut. Die 2,8 Milliarden US-Dollar, die Netflix von Warner Bros. Discovery für das Scheitern des Deals erhält, sollen nun weiter in das eigene Geschäft investiert werden.


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