• IT-Karriere:
  • Services:

Milliarden-Deal: Google kauft Teile der HTC-Smartphone-Sparte

Google kauft mal wieder einen Smartphone-Hersteller - aber nur teilweise. Zum Kaufpreis von 1,1 Milliarden US-Dollar gehört neben Smartphone-Entwicklern auch die Nutzung von HTC-Patenten.

Artikel veröffentlicht am ,
Google kauft Teile von HTC.
Google kauft Teile von HTC. (Bild: Josep Lago/AFP/Getty Images)

Google sichert sich viele weitere Mobilfunkpatente, indem es Teile der Smartphone-Sparte des kriselnden Herstellers HTC übernimmt. Für einen Kaufpreis von 1,1 Milliarden US-Dollar erhält Google einen Teil der HTC-Entwickler aus dem Smartphone-Segment sowie eine Lizenz zur Nutzung von HTC-Patenten. Demnach soll es auch nach der Zusammenarbeit von Google weiter HTC-Smartphones geben.

Übernahme hatte sich abgezeichnet

Stellenmarkt
  1. PROSIS GmbH, verschiedene Standorte
  2. dSPACE GmbH, Wolfsburg

Bereits einen Tag zuvor gab es erste Hinweise auf die bevorstehende Kooperation zwischen HTC und Google: Der Handel mit HTC-Aktien wurde ausgesetzt. Die erwartete Komplettübernahme ist es dann aber nicht geworden. Vor einigen Jahren hatte Google einen großen Smartphone-Hersteller übernommen: Motorola Mobility.

Im Mai 2011 hatte Google den Kauf von Motorola Mobility verkündet. Die Smartphone-Sparte von Motorola sollte mit allen Patenten für 12,5 Milliarden US-Dollar an Google gehen. Bis alle Aufsichtsbehörden die Motorola-Übernahme abgesegnet hatten, verging ein Jahr. Dabei ging es Google vor allem um die Motorola-Patente - denn zu der Zeit gab es viele Patentstreitigkeiten mit Apple.

Google behielt Motorola nicht einmal zwei Jahre

Nicht einmal zwei Jahre später hatte Google die Motorola-Sparte an Lenovo für 2,91 Milliarden US-Dollar verkauft - allerdings blieben die meisten Patente bei Google. Kurz zuvor hatte Google 1.200 Mitarbeiter aus dem Hardware-Bereich entlassen. Die geplante HTC-Kooperation wurde übrigens von einem alten Motorola-Veteranen verkündet: Rick Osterloh, der frühere Motorola-Chef, der seit April 2016 Googles Hardware-Chef ist.

Mit einem Kaufpreis von 1,1 Milliarden US-Dollar ist HTC im Vergleich zum Motorola-Deal vor sechs Jahren für Google keine so große Investition. Google will die HTC-Entwickler in seine Hardwareabteilung integrieren. Zuvor haben die gleichen Entwickler bereits die Pixel-Smartphones entwickelt. Am 4. Oktober 2017 wolle Google die Nachfolgemodelle der Pixel-Smartphones vorstellen, verkündete Osterloh.

Davor gab es immer wieder eine enge Zusammenarbeit zwischen Google und HTC, betont Osterloh: Das erste Android-Smartphone, das T-Mobile G1, wurde damals zusammen mit HTC entwickelt. Auch das erste Nexus-Smartphone war eine Kooperation zwischen Google und HTC.

Lange Zusammenarbeit mit Google und HTC

HTC gehört mit zu den Smartphone-Pionieren am Markt. Bevor der Android-Siegeszug begonnen hatte, setzte HTC vor allem auf Smartphones mit Microsofts Smartphone-Betriebssystem. Das war lange vor der Einführung der Windows-Phone-Plattform, die nun Windows Mobile heißt. Auf dem Weltmarkt spielt HTC bei den Marktanteilen seit langem keine führende Rolle mehr.

Die letzten HTC-Geräte-Neuvorstellungen zeigen, dass sich der Hersteller bemüht, Smartphones mit besonderen Eigenschaften anzubieten, die aber von der Kundschaft nicht entsprechend angenommen wurden. Seit Jahren hat HTC mit Verlusten im Smartphone-Segment zu kämpfen. Die HTC-Sparte für Virtual Reality bleibt weiterhin bei HTC. Das Unternehmen will auch künftig neue Smartphones auf den Markt bringen und hat bereits ein nächstes Oberklassemodell angekündigt. Die Kooperation soll bis Anfang 2018 abgeschlossen werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Deepcool Castle 240 RGB V2 für 91,90€, Alphacool Eisbaer 420 für 104,90€, Alphacool...
  2. 315,00€
  3. 49,00€
  4. 89,00€

Dwalinn 22. Sep 2017

Das kann ich mir kaum vorstellen, auf dem Europäischen Markt sind China-Handys eher eine...

DASPRiD 21. Sep 2017

Ich hab momentan das HTC U11 mit DualSim (war günstiger, als die SingleSim Version) :D

eisbart 21. Sep 2017

Ich nehme an das ist die Art, wie Golem updates in RSS pusht. Einfach den gleichen...


Folgen Sie uns
       


Brett Butterfield von Adobe zeigt KI-Bildersuche per Sprache (englisch)

Der Befehl: "Mehr Kaffee!" zeigt tatsächlich mehr Kaffee.

Brett Butterfield von Adobe zeigt KI-Bildersuche per Sprache (englisch) Video aufrufen
Threadripper 3970X/3960X im Test: AMD wird uneinholbar
Threadripper 3970X/3960X im Test
AMD wird uneinholbar

7-nm-Fertigung, Zen-2-Architektur und dank Chiplet-Design keine Scheduler-Probleme unter Windows 10: AMDs Threadripper v3 überzeugen auf voller Linie, die CPUs wie die Plattform. Intel hat im HEDT-Segment dem schlicht nichts entgegenzusetzen. Einzig Aufrüster dürften sich ärgern.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Via Technologies Centaur zeigt x86-Chip mit AI-Block
  2. Nuvia Apples Chip-Chefarchitekt gründet CPU-Startup
  3. Tiger Lake Intel bestätigt 10-nm-Desktop-CPUs

Radeon RX 5500 (4GB) im Test: AMDs beste 200-Euro-Karte seit Jahren
Radeon RX 5500 (4GB) im Test
AMDs beste 200-Euro-Karte seit Jahren

Mit der Radeon RX 5500 hat AMD endlich wieder eine sparsame und moderne Mittelklasse-Grafikkarte im Angebot. Verglichen mit Nvidias Geforce GTX 1650 Super reicht es zum Patt - aber nicht in allen Bereichen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Workstation-Grafikkarte AMDs Radeon Pro W5700 hat USB-C-Anschluss
  2. Navi-Grafikeinheit Apple bekommt Vollausbau und AMD bringt RX 5300M
  3. Navi-14-Grafikkarte AMD stellt Radeon RX 5500 vor

Cloud Gaming im Test: Leise ruckelt der Stream
Cloud Gaming im Test
Leise ruckelt der Stream

Kurz vor Weihnachten werben Dienste wie Google Stadia und Playstation Now um Kunden - mit noch nicht ganz perfekter Technik. Golem.de hat Cloud Gaming bei mehreren Anbietern ausprobiert und stellt Geschäftsmodelle und Besonderheiten vor.
Von Peter Steinlechner

  1. Apple und Google Die wollen nicht nur spielen
  2. Medienbericht Twitch plant Spielestreaming ab 2020
  3. Spielestreaming Wie archiviert man Games ohne Datenträger?

    •  /