Millarworld: Netflix kauft erstmals ein Unternehmen

Netflix zahlt 100 Millionen US-Dollar für einen Comic-Verlag, um die Rechte für Serien zu erhalten. Doch die erfolgreichsten Entwicklungen sind nicht Teil des Kaufs.

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Comic von Millarworld
Comic von Millarworld (Bild: Millarworld)

Netflix hat in seiner ersten Übernahme in der Unternehmensgeschichte den Comic-Verlag Millarworld gekauft. Zu den finanziellen Konditionen der Übernahme wurden keine Angaben gemacht. Laut Informationen des Wall Street Journals wurden 50 bis 100 Millionen US-Dollar gezahlt.

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Millarworld hat erfolgreiche Comic-Serien aus dem Bereich Superhelden, Science Fiction und Fantasy wie Kingsman, Jupiter's Circle, Reborn, Empress und Wanted geschaffen. Serien wie Kick-Ass und Kingsman sind laut Unternehmensgründer Mark Millar aber nicht Teil der Übernahme, weil es bestehende Verträge mit Hollywood gibt. Kick-Ass, Kingsman und Wanted wurden bereits verfilmt und brachten Gewinne von fast 1 Milliarde US-Dollar ein.

Netflix Chief Content Officer Ted Sarandos erklärte zu der Übernahme, Millar sei "so weit wie nur möglich zu einem modernen Stan Lee geworden". Millar hat fast zehn Jahre für die Disney-Tochter Marvel gearbeitet und war an der Entwicklung von Filmen wie Avengers, Captain America: Civil War und Logan beteiligt. Laut Millar laufen die Gespräche mit Netflix bereits seit Ende vergangenen Jahres. Das Netflix-Team werde Millarworlds Charaktere weltweit erfolgreich machen, hieß es.

Netflix zahlt Marvel 300 Millionen US-Dollar jährlich

Bei Netflix laufen exklusive Serien auf Basis von Marvel-Comics wie Daredevil, Jessica Jones, Iron Fist und künftig Defenders. Jährlich sollen laut US-Medienberichten dafür Zahlungen von Netflix in Höhe von 300 Millionen US-Dollar an Disney geleistet werden.

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Die Zahl der Netflix-Abonnenten hatte sich im zweiten Quartal 2017 stark erhöht. Der Streaminganbieter gewann weltweit 5,2 Millionen Nutzer hinzu und hat nun 104 Millionen Abonnenten.

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