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Militär: Space Force sieht China als Bedrohung im Weltraum

Chinas neue Technologien in der Raumfahrt bedrohen die USA. Die Space Force sieht Potenzial für sich zuspitzende Krisen im Weltraum.
/ Patrick Klapetz
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Collage: Astronauten von Nasa und Space Force an einem Pokertisch (Bild: Pixabay, Montage: Golem.de)
Collage: Astronauten von Nasa und Space Force an einem Pokertisch Bild: Pixabay, Montage: Golem.de

Die Weltraumstreitkraft US Space Force hat am 7. Dezember 2024(öffnet im neuen Fenster) eindringlich vor Chinas beschleunigten Fortschritten in der Raumfahrttechnologie und seiner wachsenden Fähigkeit gewarnt.

Der stellvertretende Chef für Weltraumoperationen, General Michael Guetlein(öffnet im neuen Fenster), beschrieb in seiner Rede auf dem Reagan National Defense Forum im kalifornischen Simi Valley eine zunehmende Feindseligkeit im All.

China missachten das Gentlemen's Agreement – und die USA?

In der Vergangenheit habe es ein stillschweigendes Gentlemen's Agreement gegeben, sich nicht in die Raumfahrtsysteme des jeweils anderen einzumischen, sagte Guetlein. Aber diese Zurückhaltung sei immer kühneren Taktiken wie dem Stören von GPS-Signalen, dem Spoofing (Täuschungsmethoden zur Verschleierung der eigenen Identität) der Satellitenkommunikation, der Durchführung von Cyberangriffen und dem Einsatz unbemannter Überwachungsflugzeuge gewichen.

"Dieses neue Verhalten ist sehr unsicher und unprofessionell", sagte Guetlein und warnte davor, dass solche Aktivitäten zu großen strategischen Krisen eskalieren könnten, wenn sie nicht kontrolliert würden.

Chinas Raumfahrtambitionen wurden in den letzten Jahren gut dokumentiert. Sein militärisches Raumfahrtprogramm entwickelte Anti-Satelliten-Waffen, fortschrittliche Satellitenstörsender und andere Fähigkeiten. Diese Aktivitäten sind laut Guetlein darauf ausgelegt, wichtige US-Satelliten – die für die Navigation, Kommunikation und Raketenabwehr von entscheidender Bedeutung sind – zu stören. Tatsächlich will China bis zum Jahr 2050 zur führenden Weltraummacht aufsteigen.

Guetlein erwähnte allerdings nicht, dass auch die USA über Anti-Satelliten-Fähigkeiten verfügen und selbst einen geheimen Raumgleiter, den X-37B, besitzen.

Neues Programm zur Verpflichtung von privaten Firmen

Neben den internationalen Verbündeten – zu denen auch Deutschland gehört – wird für die US-Weltraumverteidigung die kommerzielle Industrie immer wichtiger.

Deswegen hat Guetlein die kommerzielle Erweiterungsflächenreserve CASR (Commercial Augmentation Space Reserve(öffnet im neuen Fenster)) vorgeschlagen. Private Unternehmen sollen sich vertraglich verpflichten, dem Militär in Notfällen Satellitendienste zur Verfügung zu stellen – dadurch haben militärische Bedürfnisse Vorrang vor kommerziellen Kunden. Aufträge wurden bisher nicht vergeben und Details zum Umfang und der Finanzierung sind unbekannt.

Der republikanische Abgeordnete Rob Wittman will über Satellitendienste hinausgehen: "Wir müssen sicherstellen, dass [das Programm] auch Trägerraketen umfasst. Wir müssen sicherstellen, dass unsere Reserve so weit ist, dass wir, wenn wir morgen gebraucht werden, so schnell reagieren können, wie es relevant ist."

Im September 2024 kritisierten Space-Force-Beamte Budgekürzungen von 600 Millionen Dollar(öffnet im neuen Fenster). Die derzeitige Finanzierung reicht deshalb nicht aus, um die Nachfrage der Streitkräfte nach Satellitendiensten zu decken und gleichzeitig die gesamte militärische Raumfahrtarchitektur zu modernisieren(öffnet im neuen Fenster). Trotz des angespannten US-Haushalts liegt das Budget für 2025 dennoch bei 29,4 Milliarden Dollar.


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