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Militär: Lockheed Martin entwickelt 500-Kilowatt-Laserwaffe

Die erste Version der Laserwaffe hatte 300 Kilowatt. Die neue Version wird zwei Drittel mehr Leistung haben.
/ Werner Pluta
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Künstlerische Darstellung eines Schützenpanzers mit Laserkanone (Symbolbild): Schutz vor dem Beschuss durch Artillerie, Raketen oder Drohnen (Bild: Lockheed Martin)
Künstlerische Darstellung eines Schützenpanzers mit Laserkanone (Symbolbild): Schutz vor dem Beschuss durch Artillerie, Raketen oder Drohnen Bild: Lockheed Martin

Lockheed Martin will eine neue Version seiner Laserkanone entwickeln. Es wird die bis dato leistungsfähigste des US-Rüstungskonzerns.

Die neue Laserkanone soll eine Leistung von 500 Kilowatt haben. Es wird eine Weiterentwicklung der Laserwaffe, die Lockheed Martin im vergangenen Jahr an das US-Militär auslieferte . Diese hatte eine Leistung von 300 Kilowatt.

Die 500-Kilowatt-Laserwaffe ist Teil des Programms Indirect Fires Protection Capability – High Energy Laser (IFPC-HEL – etwa: Fähigkeit zum Schutz vor indirektem Beschuss per Hochenergielasern) des US-Militärs. Dabei geht es darum, militärische Objekte vor dem Beschuss durch Artillerie, Raketen oder Drohnen zu schützen.

Das US-Verteidigungsministerium hatte die Entwicklung des Lasers 2019 im Rahmen der High Energy Laser Scaling Initiative (Helsi) in Auftrag gegeben. Die Weiterentwicklung ist laut Lockheed Martin(öffnet im neuen Fenster) die zweite Phase von Helsi. Deren Ziel ist nicht nur eine Erhöhung der Leistung der Laserwaffe, sondern auch Verbesserungen bei der Qualität des Strahls sowie der Effizienz, der Größe und des Gewichts.

Das US-Militär testet seit Jahren Laserwaffen

Das US-Militär lässt schon seit einigen Jahren Laserwaffen entwickeln: 2014 wurde mit einem von Lockheed Martin entwickelten 10-Kilowatt-Faserlaser auf eine Entfernung von etwa 1,6 km ein Schlauchboot versenkt .

Lockheed Martin lieferte im vergangenen Jahr ein Laserwaffensystem an die US-Marine . Dieses System, das erstmals vollständig in die Systeme der USS Preble integriert wird, hat allerdings mit 60 Kilowatt eine deutlich geringere Leistung.

Wie bei früheren Versionen nutzt Lockheed auch hier einen Faserlaser. Integriert sind noch ein Lasersystem zum Anvisieren und Verfolgen eines Ziels sowie ein weiterer Laser zur Messung atmosphärischer Verzerrungen, die durch eine adaptive Optik kompensiert werden.


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