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Militär: Israels Verteidigungsminister fordert Waffensysteme im Weltraum

Realität werden die Forderungen vermutlich nicht, da technische und finanzielle Hürden im Weg stehen.
/ Patrick Klapetz
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Israelische Flagge als Symbolbild (Bild: Pixabay)
Israelische Flagge als Symbolbild Bild: Pixabay

Israels Verteidigungsminister Yisrael Katz spricht sich für den Aufbau neuartiger Raum-Boden-Waffensysteme aus, wie die israelische Zeitung Haaretz am 25. August 2026 berichtete(öffnet im neuen Fenster). Im Zentrum steht die Absicht, den Weltraum nicht mehr nur als Ort für Aufklärung, Spionage und Kommunikation zu nutzen, sondern als aktive Kampfzone zu erschließen.

Katz sagte, dass sein Land das erste mit Angriffswaffen im All sein müsse. Ihm zufolge sollen orbitale Systeme in der Lage sein, Ziele auf der Erde direkt, präzise und mit minimaler Vorwarnzeit anzugreifen.

Während herkömmliche Raketen oder Tarnkappenflugzeuge durch Luftverteidigungssysteme erfasst werden können, ist die Abwehr von kinetischen Projektilen oder Hochenergiewaffen aus dem Orbit technisch extrem komplex und derzeit kaum realistisch.

Problematik der Forderungen

Die technologischen Herausforderungen würden enorme Kosten für den Transport von Nutzlasten ins All mit sich bringen. Außerdem bräuchte es funktionstüchtige Hitzeschilde für den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre sowie eine präzise Steuerung unter extremen physikalischen Bedingungen.

Bei Eintrittsgeschwindigkeiten ab Mach 5 würde sich ein Wolfram-Projektil durch Hitze und Druck teilweise in Plasma verwandeln und seine Durchschlagskraft verlieren. Herkömmliche bunkerbrechende Bomben sind effektiver.

Hinzu kommt das Problem des Weltraummülls und die Gefahr, dass der Ausbau solcher Systeme ein neues internationales Wettrüsten provozieren würde. Finanzierbar dürften die Forderungen wohl nicht sein.

Hintergrund von Katz' Äußerungen sind die wachsenden Bedrohungen in der Region, insbesondere mit Blick auf die geopolitische Achse rund um den Iran und dessen fortschreitendes Raketenprogramm.

Das Vorhaben wirft brisante völkerrechtliche und diplomatische Fragen auf. Der Weltraumvertrag von 1967 verbietet zwar explizit die Stationierung von Massenvernichtungswaffen im All, lässt aber Grauzonen für konventionelle Raum-Boden-Waffen offen.


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