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Militär: China gelingt Durchbruch bei Abwehr von Hyperschallraketen

Das Shanghai Institute of Mechanical and Electrical Engineering hat einen Durchbruch bei der Erforschung eines Abwehrsystems für Hyperschallwaffen erzielt.
/ Andreas Donath
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Hyperschallwaffe (Symbolbild) (Bild: Raytheon)
Hyperschallwaffe (Symbolbild) Bild: Raytheon

Das Team in Schanghai entwickelte nun ein neues Abwehrsystem, das diese Waffen trotz ihrer Geschwindigkeit abfangen kann.

Das System besteht aus wiederverwendbaren Fluggeräten, die mit Hyperschallgeschwindigkeiten fliegen, und Frühwarnsatelliten sowie Bodenradarstationen, die im Ernstfall alarmiert werden. Sobald die feindliche Hyperschallwaffe erkannt wurde, sagt das Fluggerät ihre Flugbahn vorher und neutralisiert die Gefahr mit einem Projektil. Anschließend kehrt das Fluggerät zu seinem Stützpunkt zurück und kann erneut eingesetzt werden.

Eine Herausforderung bei der Umsetzung des Abwehrsystems ist die Berechnung der Flugbahn von Hyperschallwaffen. Konventionelle Abfangmethoden für Flugzeuge und Raketen eignen sich nicht für die hohen Geschwindigkeiten von Hyperschallwaffen und können zu Abstürzen führen. Daher mussten die Wissenschaftler eine Methode finden, um die Flugbahn bereits im Vorfeld zu berechnen oder den Algorithmus für diese Berechnung zu vereinfachen.

Ein Algorithmus, der auf der Doktorarbeit von David Benson am MIT basiert, kann bereits eine erfolgreiche Simulation des Abwehrsystems durchführen, das bis auf 6,8 km an eine fliegende Hyperschallwaffe heranführen kann. Nach kleineren Optimierungen kann dieser Algorithmus vor feindlichen Hyperschallwaffen schützen.


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