Militär: Britische Armee sucht autonome Laserwaffen gegen Drohnen
Das britische Verteidigungsministerium ist auf der Suche nach einem neuen Waffensystem. 5 Millionen Pfund Sterling, umgerechnet 5,82 Millionen Euro, werden dafür initial zur Verfügung gestellt. Das Ziel: eine möglichst autonom agierende Plattform, die Angriffe durch große Drohnenschwärme abwehren kann.
"Die Verteidigung sucht nach Innovationen, um massenhafte und kostengünstige Bedrohungen kosteneffektiv und ohne Überforderung oder Erschöpfung der Vorräte zu erkennen, zu verfolgen, zu identifizieren, zu bewerten und abzuwehren", schreibt das britische Verteidigungsministerium in der Ausschreibung(öffnet im neuen Fenster). Zu solchen Vorräten zählen unter anderem Munitionsreserven für Projektilwaffen.
Die Armee schaut dabei unter anderem auf Laserwaffen als Alternative. Die könnten mit einem gerichteten Strahl diverse Drohnen der Nato-Klasse 1, also Vehikel bis 150 kg Gewicht, anvisieren und außer Gefecht setzen. Das gilt also unter anderem für kleinere Drohnen, wie sie aktuell auch im Ukrainekrieg eingesetzt werden. Iranische und russische Shahed 136 sind je nach Ladung aber schwerer.
Möglichkeit für Verkauf an andere Länder
Laserwaffen können theoretisch ohne klassische Munitionsversorgung auskommen und so lange feuern, wie Energie und Kühlung zur Verfügung stehen. Zudem muss ein autonomes System für die Zielerfassung weniger Faktoren wie Wind und Geschwindigkeit des Ziels berechnen – ein Vorteil von Lichtgeschwindigkeit.
Das britische Verteidigungsministerium bevorzugt solche Laserwaffen, schließt andere Lösungen aber nicht aus. Denkbar wäre etwa auch eine Projektilwaffe, die mit wenig Munitionsaufwand effektiv Drohnen bekämpfen kann. Ein solches System soll auf einem Fahrzeug Platz finden können.
Die britische Armee nutzt etwa gepanzerte Fahrzeuge wie den aus Deutschland stammenden Boxer-Radpanzer oder diverse Trucks aus amerikanischer Produktion. Sie erwähnt zudem ein nicht näher beschriebenes "zukünftiges unbemanntes Fahrzeug" als mögliche Plattform. Dabei wird auch die Möglichkeit für den Export an andere Länder nicht ausgeschlossen.
- Anzeige Hier geht es zur DJI Mini 4 Pro bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

