Milegate 2112: Keymile bietet G.fast mit 1 GBit/s als Pizzabox

Die FTTB-Ausrüstung Milegate 2112 von Keymile bietet in einer 1-HE-Bauform 16 G.fast-Ports. Das gab der Telekommunikationsausrüster am 5. Juni 2018 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Das Milegate richtet sich an Mehrfamilienhäuser und Bürogebäude.
Während Netzbetreiber den Micro-DSLAM Milegate 2012 an der Wand in einem Gebäude installieren können, kommt Milegate 2112 in der Bauform einer Pizzabox in einem 19-Zoll-Rack zum Einsatz. Untergebracht werden sie in den Technikräumen von Mehrfamilienhäusern.
Das Milegate 2112 nutzt das G.fast-106-MHz-Profil. Über die vorhandenen Kupfer-Doppeladern können Netzbetreiber damit Datenraten von 1 Gbit/s erreichen, die sich auf den Download und Upload verteilen.
Milegate 2112 bietet zudem zwei Uplink-Ports, womit Netzbetreiber die Card mit bis zu zwei Steckmodulen mit Netzschnittstellen bestücken können. Dadurch sei eine Anpassung möglich wie beispielsweise ein Aggregationsnetz mit 1 GbE, Ringe mit 1 oder 10 GbE oder Subtending mit elektrischer Schnittstelle. Die maximale Ausbaugröße beträgt 2 mal 10 GBit/s. Netzbetreiber könnten auch mit 1 GBit/s beginnen und dann bei Bedarf auf 10 GBit/s aufrüsten.
Das Milegate 2112 ist ab September 2018 verfügbar. Große G.fast-Anbieter in Deutschland sind Mnet in München und Netcologne in Köln, was auf Fiber To The Building (FTTB) basiert. Keymile unterhält seine größten Standorte in Hannover und in Bern.
Das Unternehmen geht davon aus, dass die alten Kupfernetze noch einige Zeit eingesetzt werden. "Um die vorhandenen Investitionen maximal zu nutzen, werden die bestehenden Kupfernetze in vielen Fällen noch mindestens fünf bis zehn Jahre in Betrieb sein" , erklärte Keymile.



