Mikromobilität: Amazon setzt auf E-Lastenräder für Auslieferungen

Amazon eröffnet in London ein Mikromobilitätszentrum und will von dort aus Pakete mit E-Lastenrädern ausliefern lassen.

Artikel veröffentlicht am , Michael Linden
Amazon-Pakete (Symbolbild)
Amazon-Pakete (Symbolbild) (Bild: Envato)

Im Londoner Stadtbezirk Hackney, der nahe des Zentrums liegt, will Amazon Fahrräder zur Auslieferung nutzen. Dazu wurde ein Mikromobilitätshub zum Verladen der Pakete auf E-Lastenräder eröffnet.

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Die Fahrräder werden einem Bericht des britischen Guardian nach nicht direkt von Amazon, sondern von einer Reihe von Partnerunternehmen betrieben. Auf diese Weise sollen Tausende von Lieferwagen auf Londons Straßen ersetzt werden.

Aus dem Mikromobilitätszentrum heraus sollen zusammen mit einer Reihe von Elektrolieferwagen bis zu fünf Millionen Zustellungen pro Jahr in etwa einem Zehntel der Postleitzahlbezirke der britischen Hauptstadt durchgeführt werden. Zudem soll es auch Zustellungen zu Fuß geben.

Das Londoner Verteilzentrum ist nur eines von einer ganzen Reihe von Mikromobilitätshubs in Großbritannien, die in diesem Jahr eröffnet werden sollen, heißt es in dem Bericht.

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Gegenüber dem Guardian sagte der britische Chef von Amazon, John Boumphrey, dass dieses Transportnetzwerk dazu beitrage, die Kohlenstoff-Emissionen von Amazon zu reduzieren.

Der Paketdienstleister UPS testet derweil die Fernhay E-Quads. Dabei handelt es sich um vierrädrige Elektrolastenräder mit Pedalen und Lenkstange. Der Vorteil gegenüber klassischen Rädern ist die Fahrerkabine, die vor Regen und Wind schützt. Die Seiten sind allerdings offen, Türen gibt es nicht. UPS will damit die Zustellung in dicht besiedelten städtischen Gebieten erproben. Rund 100 Fahrzeuge sollten in sieben europäischen Märkten getestet werden, teilte das Unternehmen im April 2022 mit.

Die Konkurrenten Fedex und DHL experimentieren ebenfalls mit elektrischen Lastenrädern als Teil ihrer Pläne für emissionsfreie Fahrzeuge.

E-Lastenräder schneller als Lieferwagen

Das britische Projekt namens Car Free Megacities untersucht, welche Alternativen zum Lastwagen in Innenstädten genutzt werden könnten. Mit Hilfe von GPS-Daten von Pedal Me, einem Lastenfahrradunternehmen, das Lieferungen im Zentrum Londons durchführt, berechneten die Forscher, wie lange ein Lieferwagen für die gleichen Fahrten gebraucht hätte. Im Ergebnis, das im August 2021 veröffentlicht wurde, zeigte sich, dass die Lastenfahrräder im Verkehr leichter durchkommen, weniger Zeit für die Suche nach Parkplätzen benötigen und die Lieferungen schneller durchführen können. Die Studienautoren verweisen aber darauf, dass sich manche Güter aufgrund ihrer Größe aber auch wegen der notwendigen Transportbedingungen nicht mit Lastenrädern transportieren lassen.

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