Abo
  • Services:
Anzeige
Spracherkennung in Google Chrome
Spracherkennung in Google Chrome (Bild: Google)

Mikrofonzugriff Chrome kann unbemerkt mithören

Der Programmierer Tal Ater hat entdeckt, dass Google Chrome unter bestimmten Umständen unbemerkt vom Anwender das Mikrofon benutzen kann. Das Problem entsteht, weil der Browser die Mikrofreigabe für die Domain nicht mehr vergisst und weitere Fenster wie eine Wanze arbeiten können.

Anzeige

Wenn eine HTTPS-geschützte Website das Mikrofon des Rechners verwenden will, fragt Google Chrome brav beim Anwender um Erlaubnis und öffnet den Tonkanal erst, wenn der Benutzer das will. Doch der Browser vergisst diese Freigabe nicht mehr, auch wenn der Anwender das Fenster schließt.

Eine betrügerische Website könnte dieses Verhalten ausnutzen und zum Beispiel ein Pop-under unbemerkt vom Benutzer öffnen und weiter zuhören, selbst wenn das ursprüngliche Fenster geschlossen wurde. Wer nicht genau aufpasse, könne das noch offene Fenster übersehen oder schlicht nicht erkennen, dass die Aufnahme laufe, so der Entwickler Tal Ater, der dieses Verhalten von Google Chrome entdeckt hat. Selbst das Icon, das auf die Aufnahme hinweist, ist bei entsprechender Gestaltung des Pop-unders unsichtbar.

Tal Ater hat dies schon im September 2013 an Google gemeldet. Dort wurde das Verhalten innerhalb weniger Tage nachvollzogen und eine Lösung entwickelt, doch in den seitdem erschienenen Chrome-Versionen wurde der Fix nicht eingebaut. Aters Bugreport wurde sogar ins Chromium Reward Panel aufgenommen.

Auf Nachfrage, warum seit so vielen Monaten nichts geschehen sei, erfuhr der Entwickler, dass bei Google intern diskutiert werde, wie der Browser dem Standard nach korrekt reagieren solle. Das W3C habe in der Spezifikation für das Web Speech API schon in Oktober 2012 festgelegt, wie sich der Browser verhalten solle, meint Aters. In dem Web Speech API steht sinngemäß, dass eine Spracheingabe abgebrochen werden muss, wenn eine Webseite den Eingabefokus an ein anderes Fenster oder Tab des Browsers verliert. Würde Chrome sich entsprechend verhalten, würde das Problem überhaupt nicht erst entstehen, sagt Ater.

Der Website The Verge teilte Google auf Nachfrage mit, dass es sich das Problem noch einmal angesehen habe und keine unmittelbare Gefahr erkenne, weil der Anwender die Aufnahme der jeweiligen Website ja erst erlauben müsse. Die Funktion arbeite gemäß dem W3C-Standard und es werde weiter an Verbesserungen gearbeitet.

Nachtrag vom 24. Januar 2014, 12:34

Mit der aktuellen Version 32.0.1700.77 von Google Chrome wird mit dem bereitgestellten Beispiel-Code von Ater kein Pop-under, sondern ein Pop-up geöffnet, so dass dem Benutzer das Öffnen eines zweiten Fensters stärker auffallen sollte. Ein Aufnahmesymbol wird im Pop-up jedoch nach wie vor nicht angezeigt.


eye home zur Startseite
Lala Satalin... 26. Jan 2014

Eher gesagt rede ich davon, das mobile Internet ein und aus zu schalten. Das geht halt...

echtwahr 24. Jan 2014

Könnten Sie die Fragen noch etwas ausformulieren?

kendon 24. Jan 2014

damit ist die überschrift aber noch reissender geworden...

Beobachter 23. Jan 2014

Oh ja, definitely !!

S-Talker 23. Jan 2014

Genau, weil das Stock-Rom ja nicht default ist und deshalb so heist. Und weil JEDER beim...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. DATAGROUP Köln GmbH, Düsseldorf
  2. BASF Schwarzheide GmbH, Schwarzheide
  3. über Hanseatisches Personalkontor Bodensee, Salem
  4. Vector Informatik GmbH, Stuttgart


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 15,99€
  2. (-50%) 3,49€
  3. (-15%) 42,49€

Folgen Sie uns
       


  1. Fraunhofer Fokus

    Metaminer soll datensammelnde Apps aufdecken

  2. Onlinehandel

    Bundesgerichtshof greift Paypal-Käuferschutz an

  3. Verbraucherschutz

    Sportuhr-Hersteller gehen unsportlich mit Daten um

  4. Core-i-Prozessoren

    Intel bestätigt gravierende Sicherheitsprobleme in ME

  5. Augmented Reality

    Apple kauft Vrvana für 30 Millionen US-Dollar

  6. Lootboxen

    "Battlefront 2 ist ein Star-Wars-Onlinecasino für Kids"

  7. Stadtnetzbetreiber

    Von 55 Tiefbauunternehmen hat keines geantwortet

  8. Steuerstreit

    Irland fordert Milliardenzahlung von Apple ein

  9. Zensur

    Skype ist in chinesischen Appstores blockiert

  10. Eizo Flexscan EV2785

    Neuer USB-C-Monitor mit 4K und mehr Watt für Notebooks



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Xbox One X im Test: Schöner, schwerer Stromfresser
Xbox One X im Test
Schöner, schwerer Stromfresser
  1. Microsoft Xbox-Software und -Services wachsen um 21 Prozent
  2. Microsoft Xbox One emuliert 13 Xbox-Klassiker
  3. Microsoft Neue Firmware für Xbox One bietet mehr Übersicht

Indiegames-Rundschau: Von Weltraumpiraten und dem Wunderdoktor
Indiegames-Rundschau
Von Weltraumpiraten und dem Wunderdoktor
  1. Verlag IGN übernimmt Indiegames-Anbieter Humble Bundle
  2. Indiegames-Rundschau Fantastische Fantasy und das Echo der Doppelgänger
  3. Indiegames-Rundschau Cyberpunk, Knetmännchen und Kampfsportkünstler

Windows 10 Version 1709 im Kurztest: Ein bisschen Kontaktpflege
Windows 10 Version 1709 im Kurztest
Ein bisschen Kontaktpflege
  1. Windows 10 Microsoft stellt Sicherheitsrichtlinien für Windows-PCs auf
  2. Fall Creators Update Microsoft will neues Windows 10 schneller verteilen
  3. Windows 10 Microsoft verteilt Fall Creators Update

  1. Re: Hallo aus dem 1G-Land

    Drag_and_Drop | 00:47

  2. jemand'ne Ahnung wie man Trustzone bei AMD...

    Shrykull | 00:44

  3. habe meine Rechner auf AMD ohne A5/Trustzone...

    Shrykull | 00:35

  4. Re: Diesen Test können wir leider nicht durchführen.

    beko | 00:29

  5. Re: Sollen sie halt ihre eigenen Tiefbaufirmen...

    quineloe | 00:26


  1. 17:45

  2. 17:20

  3. 17:06

  4. 16:21

  5. 15:51

  6. 15:29

  7. 14:59

  8. 14:11


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel