• IT-Karriere:
  • Services:

Mikrocontroller: Samsung soll MCU mit offener RISC-V-Architektur entwickeln

Statt Lizenzen für Cortex-Prozessorkerne an ARM zu zahlen, scheint sich Samsung der Open-Source-Architektur RISC-V zuzuwenden. Ein entsprechender Mikrocontroller befinde sich bereits in Arbeit, die Industrie wartet gespannt auf erste Resultate.

Artikel veröffentlicht am ,
Prototyp-Chip mit RISC-V
Prototyp-Chip mit RISC-V (Bild: D Coetzee/CC0 1.0)

Geht es nach einem Bericht der südkoreanischen ET News, entwickelt Samsung einen Mikrocontroller (MCU) auf Basis der quelloffenen RISC-V-Architektur. Die wurde an der Computer Science Division der University of California Berkeley geschaffen, beteiligt an RISC-V ist unter anderem Sparc-Erfinder David Patterson. Die Entwicklung der 32-Bit-MCU soll Samsung Electronics im ersten Halbjahr 2016 gestartet haben.

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Hartenstein
  2. über duerenhoff GmbH, Raum Mannheim

Üblich bei Mikrocontrollern sind heutzutage MCUs, die auf einem von ARM kostenpflichtig lizenzierten Cortex-M-Design basieren, also etwa Cortex-M0(+)-Kerne verwenden. In diese Richtung geht auch die Anzahl der Transistoren, die Samsung für den RISC-V-basierten Chip planen soll. Angesetzt seien bis zu 20.000 Transistoren und eine extrem geringe Leistungsaufnahme. Gedacht ist die MCU wohl für Wearables.

RISC-V erhält immer mehr Unterstützung

Samsung hat Erfahrung mit der Entwicklung eigener CPU-Kerne. Für den Exynos 8890, ein in Smartphones verwendetes System-on-a-Chip, entwarfen die Südkoreaner die M1-Kerne. Das steht für Mongoose (Magusten), zu denen die schlangenfressenden Mungos zählen. Die M1-Kerne sind nicht mit ARMs Cortex-M0 vergleichbar, sondern weitaus stärker und mit unter 3 Watt pro Kern fällt die Leistungsaufnahme für eine MCU viel zu hoch aus.

Generell wächst seit einigen Monaten die Unterstützung für die RISC-V-Architektur: Zu den Gründungsmitgliedern zählen unter anderem AMD, IBM, Google, HPE, Mellanox, Microsoft, Nvidia, Oracle und Qualcomm. Weitere Partner sind Micron und NXP, erste Designs sind Rocket-Chip und Z-Scale (ähnlich einem Cortex-M0). Softwaresupport gibt es in Form der Chisel-Sprache, Betriebssysteme wie FreeBSD unterstützen RISC-V ebenfalls.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 6,99€
  2. 22,99€
  3. (u. a. Batman Arkham City GOTY für 4,25€, Pathfinder: Kingmaker - Explorer Edition für 14...

Anonymer Nutzer 26. Nov 2016

Soweit ich weiß steht der Core unter der BSD-Lizenz. Der Einsatz in proprietären...

Mandrake0 25. Nov 2016

wird wohl ein uC etwas simples bei den gate counts kann man gut beim pulpino finden...


Folgen Sie uns
       


Besuch beim Cyberbunker

Wir haben uns den ominösen Cyberbunker an der Mosel oberhalb von Traben-Trarbach von außen angeschaut.

Besuch beim Cyberbunker Video aufrufen
Macbook Air mit Apple Silicon im Test: Das beste Macbook braucht kein Intel
Macbook Air mit Apple Silicon im Test
Das beste Macbook braucht kein Intel

Was passiert, wenn Apple ein altbewährtes Chassis mit einem extrem potenten ARM-Chip verbindet? Es entsteht eines der besten Notebooks.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Apple Macbook Air (2020) im Test Weg mit der defekten Tastatur!
  2. Retina-Display Fleckige Bildschirme auch bei einigen Macbook Air
  3. iFixit Teardown Neue Tastatur macht das Macbook Air dicker

Gemanagte Netzwerke: Was eine Quasi-Virtualisierung von WANs und LANs bringt
Gemanagte Netzwerke
Was eine Quasi-Virtualisierung von WANs und LANs bringt

Cloud Managed LAN, Managed WAN Optimization, SD-WAN oder SD-LAN versprechen mehr Durchsatz, mehr Ausfallsicherheit oder weniger Datenstau.
Von Boris Mayer


    RCEP: Warum China plötzlich auf Freihandel setzt
    RCEP
    Warum China plötzlich auf Freihandel setzt

    China und andere wichtige asiatische Herstellerländer von Elektronikprodukten haben ein Freihandelsabkommen geschlossen. Dessen Bedeutung geht weit über rein wirtschaftliche Fragen hinaus.
    Eine Analyse von Werner Pluta

    1. Berufungsverfahren in weiter Ferne Tesla wirbt weiter mit Autopilot
    2. Warntag BBK prüft Einführung des Cell Broadcast neben Warn-Apps
    3. Bundesverkehrsministerium Keine Abstriche beim geplanten Universaldienst

      •  /