Mikrocontroller & Funk: Texas Instruments übernimmt Silicon Labs
Es ist eine Übernahme in fast direkter Nachbarschaft: Der in Dallas, Texas, ansässige Halbleiterhersteller Texas Instruments (TI) hat angekündigt, den Konkurrenten Silicon Labs aus Austin, Texas, übernehmen zu wollen(öffnet im neuen Fenster). Mit der Übernahme will TI seinen Stand bei funkvernetzten Mikrocontrollern stärken. Silicon Labs bietet hier ein breites Produktportfolio an. Das Unternehmen gehörte zu den Gründern des Thread-Konsortiums, das auf Basis des Standards IEEE 802.15.4 für die Heimvernetzung genutzt wird.
Die Fertigung der Silicon-Labs-Chips will TI in die eigenen Werke holen, die das Unternehmen im Rahmen des US-Chips-Act ausbaut. In Sherman, Texas(öffnet im neuen Fenster), und Lehi, Utah(öffnet im neuen Fenster), werden neue 300-mm-Fabs gebaut, wofür das Unternehmen insgesamt 1,6 Milliarden US-Dollar an Subventionen erhält. Auch bei der Entwicklung wird es Zusammenlegungen geben. Nach drei Jahren sollen so die gemeinsamen jährlichen Ausgaben um rund 450 Millionen US-Dollar sinken. Neben Einsparungen soll die Kombination von Entwicklung und Fertigung auch die Produktentwicklung beschleunigen.
TI lässt sich die Übernahme einiges kosten: Pro Aktie will der Halbleiterhersteller 231 US-Dollar zahlen, was einer Bewertung von rund 7,5 Milliarden US-Dollar entspricht. Vor Bekanntwerden der Übernahmepläne lag die Silicon-Labs-Aktie bei um 140 US-Dollar, was einer Marktkapitalisierung von rund 4,6 Milliarden US-Dollar entspricht. Die Financial Times hatte vorab(öffnet im neuen Fenster) über die Übernahmepläne berichtet (Paywall), woraufhin der zuvor leicht gefallene Kurs um fast 50 US-Dollar stieg. Nach Bestätigung des Berichts folgte ein zweiter Kurssprung, aktuell liegt die Aktie bei 204 US-Dollar.
Die Übernahme will TI im ersten Halbjahr 2027 abschließen. Neben den Aktionären von Silicon Labs haben auch Regulierungsbehörden noch ein Wort mitzureden.
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