Mikroblogging: Yahoo will Tumblr für 1 Milliarde US-Dollar kaufen
Laut einem Bericht von All Things D(öffnet im neuen Fenster) will Yahoo die Mikroblogging-Plattform Tumblr kaufen. Das Blog des Wall Street Journals beruft sich auf Verhandlungskreise. Laut Adweek(öffnet im neuen Fenster) soll der Kaufpreis bei 1 Milliarde US-Dollar liegen. Seit dem Jahr 2007 hat Tumblr Risikokapital in Höhe von 125 Millionen US-Dollar erhalten und wurde dabei mit 800 Millionen US-Dollar bewertet. Laut All Things D ist auch eine Beteiligung Yahoos an Tumblr möglich.
Yahoo-Finanzchef Ken Goldman sagte auf JP Morgans Global Technology Conference in dieser Woche, dass Yahoo "wieder cool werden" müsse. "Eines unserer Probleme ist eine alternde Nutzerschaft" , bekannte Goldman. Um junge Nutzer zu gewinnen, sei es nötig, die vor einigen Jahren verlorene Coolness zurückzugewinnen.
Yahoo-Chefin Marissa Mayer soll sich bereits länger für das angesagte Startup aus New York interessieren und hat sich bereits mit Tumblr-Gründer und Vorstandschef David Karp getroffen.
Mayer versucht seit einiger Zeit eine größere Übernahme. Yahoo wollte laut einem unbestätigten Bericht die Mehrheit an der Videoplattform Dailymotion übernehmen, die France Télécom gehört. Dailymotion ist nach Angaben von Comscore weltweit die zwölftgrößte Videoplattform mit 116 Millionen Unique Usern im Januar 2013. Doch die französische Regierung verhinderte den Verkauf. Auch für die Videoplattform Hulu interessiert sich Yahoo.
Seit die ehemalige Google-Managerin 2012 den Chefposten bei Yahoo übernommen hat, hat Yahoo mehrere Unternehmen gekauft: So übernahm es im Oktober 2012 Stamped, eine mobile Plattform für den Austausch von Informationen zu Restaurants und Musik, und das Startup Snip.it. Im Dezember 2012 folgte das Startup On The Air aus San Francisco, das seit März 2012 eine Videokonferenzplattform mit ähnlichen Diensten wie Google+ Hangouts On Air bietet. Im März 2013 hatte Yahoo die Nachrichtenkürzungsapp Summly gekauft, die Texte auf die Länge eines Smartphone-Bildschirms kürzt. Die App soll eingestellt und die Technik in verschiedene Yahoo-Dienste integriert werden.



