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Kleiner, aber wichtiger Beitrag der Wasserkraft

Einen kleinen, aber entscheidenden Beitrag können die unzähligen Wasserkraftwerke an Sachsens Flüssen leisten – zumal sie wie Windkraft und Solarenergie ohne nennenswerte Emissionen auskommen.

Und das Leben in den Flüssen wird durch die kleinen Anlagen kaum beeinträchtigt. Als Sperrwerk im Fluss, das den Weg von Fischen und anderen Wasserbewohnern blockiert, sind sie kaum noch zu betrachten. Zum einen wird nur ein kleiner Teil des Flusswassers für die Stromerzeugung genutzt. Zum anderen gelten mittlerweile zwei Fischtreppen als Standard.

Zudem muss angemerkt werden, dass das Leben in die Flüsse erst um die Jahrtausendwende zurückkam, als die chemischen Belastungen, die in allen westeuropäischen Flüssen viel zu hoch waren, deutlich abgesunken waren. Wasserkraft und Fische scheinen sich demnach gar nicht so schlecht zu vertragen.

Ausbau muss noch nicht enden

Und ein wenig Ausbaupotenzial gibt es außerdem, merkt Martin Richter am Ende des Gesprächs noch an. Zwar sind Wassermenge und insbesondere die Höhenunterschiede in Sachsen limitiert. Die lange Bergbaugeschichte hat jedoch den Drei-Brüder-Schacht(öffnet im neuen Fenster) zurückgelassen.

Die unterirdische Anlage entwässert ein Geflecht aus Stollen im Bergbaurevier rund um die Universitätsstadt Freiberg. Zwischen 1914 und 1968 wurde dieses Wasser, das eine Fallhöhe von 160 m aufweist, für die Stromerzeugung genutzt. Die meisten Kleinanlagen dagegen liegen bei einem Höhenunterschied von wenigen Metern.

Damals konnte eine Leistung von 6 Megawatt erreicht werden. Heute wäre ein Vielfaches denkbar, rein rechnerisch annähernd im Bereich der 100 Megawatt, die derzeit alle kleinen Wasserkraftwerke zusammen erreichen. Wobei das natürlich stark von den jeweiligen Wassermengen abhängig ist.

Der Beitrag des Wassers zur Gesamtenergieerzeugung wäre dann immer noch klein, aber gleich noch ein bisschen wichtiger.


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