Abo
  • Services:
Anzeige
Mikko Hypponen ist Chief Research Officer von F-Secure. Wir haben ihn in Finnland getroffen.
Mikko Hypponen ist Chief Research Officer von F-Secure. Wir haben ihn in Finnland getroffen. (Bild: Hauke Gierow/Golem.de)

Mikko Hypponen: "Microsoft ist nicht mehr scheiße"

Mikko Hypponen ist Chief Research Officer von F-Secure. Wir haben ihn in Finnland getroffen.
Mikko Hypponen ist Chief Research Officer von F-Secure. Wir haben ihn in Finnland getroffen. (Bild: Hauke Gierow/Golem.de)

Sicherheitsfirmen sind in der Community oft nicht wohlgelitten. Mikko Hypponen von F-Secure spricht im Interview über Vertrauen und Privatsphäre und Bankentrojaner im Weltall - und erklärt, warum Microsoft nicht mehr scheiße ist.
Ein Interview von Hauke Gierow

Was genau ist eigentlich Sicherheit? Die Frage klingt simpel, aber die Antwort ist kompliziert. Wessen Sicherheit soll wann, wo und vor wem geschützt werden? Mikko Hypponen sollte es wissen. Er ist seit 25 Jahren bei der finnischen Sicherheitsfirma F-Secure und dort derzeit Chief Research Officer.

Anzeige

Hypponen ist seit vielen Jahren das öffentliche Gesicht des Unternehmens und auch für umstrittene Thesen zu haben. Im Interview erklärt er, wie und warum Staaten vermehrt im Internet aktiv werden, wie die Sicherheitsindustrie sich seit den Snowden-Enthüllungen verändert hat und warum Windows 10 seiner Meinung nach besser ist als MacOS. Windows XP auf Geldautomaten und Bankentrojaner auf der Internationalen Raumstation ISS hält er nicht für ein grundsätzliches Sicherheitsproblem.

Wir treffen Hypponen am finnischen Hauptsitz des Unternehmens in Helsinki.

Golem.de: Hallo Mikko! Hat sich die Sicherheitsindustrie drei Jahre nach den Snowden-Enthüllungen verändert?

Mikko Hypponen: Viele Dinge haben sich geändert. Wir sollten Snowden für sein Opfer dankbar sein. Er kann immer noch nicht nach Hause wegen der Opfer, die er für uns, die Nutzer des Internets, gebracht hat. Seine Enthüllungen haben auch praktische Veränderungen bewirkt: Viel mehr Traffic im Internet ist jetzt verschlüsselt. Das ist eine direkte Folge der Snowden-Enthüllungen, weil Unternehmen wissen, dass unverschlüsselter Traffic von Geheimdiensten überwacht wird. Wenn du eine Google-Suche machst, ist sie SSL-verschlüsselt. Wenn du zu Facebook gehst, dann ist es SSL-verschlüsselt. Auch bei LinkedIn: SSL. Sogar das gottverdammte Yahoo hat auf SSL umgestellt. Auch der interne Datenverkehr von Unternehmen ist jetzt verschlüsselt.

Es hat sich aber noch mehr verändert: die Aufmerksamkeit der Nutzer. Auch wenn sich das Verhalten vieler Nutzer nicht verändert hat, sind sie sich vieler Gefahren im Internet jetzt bewusst. Snowden hat die Diskussion verändert, er hat zu technischen Veränderungen beigetragen.

"Wir haben in den vergangenen Jahren nichts repariert"

Golem.de: Auf dem Chaos Communication Congress 2015 hatte ich den Eindruck, dass Hacker sich nach dem Schock infolge der Snowden-Enthüllungen wieder vermehrt den alltäglichen Bedrohungen zuwenden. Was ist passiert?

Hypponen: Wir haben in den vergangenen Jahren nichts repariert. Ich glaube, Folgendes ist passiert: Die Überwachung ist der Status quo geworden. Die meisten Leute akzeptieren das einfach. Die USA überwachen das Internet, die meisten Daten und Dienste fließen durch die USA. Sie können sich alles anschauen. Wir werden niemals Rechte bekommen, weil wir keine US-Bürger sind. Es wird sich nicht ändern. Was wir sehen, ist Akzeptanz. Das ist natürlich nicht die ideale Situation, aber es ist auch Realität. Was sich geändert hat, ist die Zunahme von Verschlüsselung.

Golem.de: Nach den Snowden-Enthüllungen gibt es viele Diskussionen über die USA und über das Safe-Harbor-Abkommen. Aber sind andere Regierungen, auch in der EU, wirklich so viel besser?

Hypponen: Gute Frage. Wenn eine EU-Regierung in der gleichen Lage wäre wie die US-Regierung und ebenso eine dominante Rolle hätte wie die USA, würde sie diese Befugnisse missbrauchen? Möglicherweise schon. Was wäre, wenn es sich um Russland oder China handeln würde? Dann würden diese Länder die Macht womöglich noch deutlich stärker missbrauchen. Wenn wir also ein Land als dominantes Land im Netz aussuchen müssen, dann sind die USA vermutlich nicht die schlechteste Wahl. Sie missbrauchen ihre Macht, aber andere würden das vermutlich noch viel stärker tun. Wie ein wohlmeinender Diktator.

Nicht von unserem eigenen Versagen ablenken 

eye home zur Startseite
HelpbotDeluxe 29. Jun 2016

Genau deswegen sollte man auf die Meinungen anderer pfeifen und auch weiterhin seinen...

LX 29. Jun 2016

Was Dich daran hindert, das ganze in Webtools auszuführen? Nun, vielleicht der Binary...

Cyber 29. Jun 2016

Schau dir mal die EINSTELLUNGEN in OneDrive an... Allein da wirst du schon fündig...

Moe479 23. Jun 2016

dass ich z.b. onedrive oder skype erst in windows 10 entfernen muss ist kein angebot...

Argh 22. Jun 2016

Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, aber Kraftausdrücke habe ich bei keinem Nutzer hier...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. T-Systems International GmbH, Leinfelden-Echterdingen
  2. T-Systems International GmbH, Stuttgart, Leinfelden-Echterdingen
  3. DRÄXLMAIER Group, Vilsbiburg bei Landshut
  4. WKM GmbH, München


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Reign, Person of Interest, Gossip Girl, The Clone Wars)
  2. 24,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. (u. a. The Big Bang Theory, The Vampire Diaries, True Detective)

Folgen Sie uns
       


  1. Service

    Telekom verspricht kürzeres Warten auf Techniker

  2. BVG

    Fast alle U-Bahnhöfe mit offenem WLAN

  3. Android-Apps

    Rechtemissbrauch ermöglicht unsichtbare Tastaturmitschnitte

  4. Electro Fluidic Technology

    Schnelles E-Paper-Display für Video-Anwendungen

  5. Heiko Maas

    "Kein Wunder, dass Facebook seine Vorgaben geheim hält"

  6. Virtual Reality

    Oculus Rift unterstützt offiziell Roomscale-VR

  7. FTP-Client

    Filezilla bekommt ein Master Password

  8. Künstliche Intelligenz

    Apple arbeitet offenbar an eigenem AI-Prozessor

  9. Die Woche im Video

    Verbogen, abgehoben und tiefergelegt

  10. ZTE

    Chinas großes 5G-Testprojekt läuft weiter



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Debatte nach Wanna Cry: Sicherheitslücken veröffentlichen oder zurückhacken?
Debatte nach Wanna Cry
Sicherheitslücken veröffentlichen oder zurückhacken?
  1. Sicherheitslücke Fehlerhaft konfiguriertes Git-Verzeichnis bei Redcoon
  2. Hotelketten Buchungssystem Sabre kompromittiert Zahlungsdaten
  3. Onlinebanking Betrüger tricksen das mTAN-Verfahren aus

Sphero Lightning McQueen: Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen
Sphero Lightning McQueen
Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen

Quantencomputer: Nano-Kühlung für Qubits
Quantencomputer
Nano-Kühlung für Qubits
  1. IBM Q Mehr Qubits von IBM
  2. Quantencomputer Was sind diese Qubits?
  3. Verschlüsselung Kryptographie im Quantenzeitalter

  1. Re: Erster!!!

    Myxier | 22:28

  2. Re: Unsichtbare(!!!) Overlays....

    Myxier | 22:23

  3. Re: Meine Erfahrung als Störungssucher in Luxemburg

    Sharra | 22:13

  4. Mehr Techniker einstellen?

    ImAußendienst | 22:10

  5. Re: Habe nach meinen Umzug knapp ein halbes Jahr...

    Kleba | 21:42


  1. 12:31

  2. 12:15

  3. 11:33

  4. 10:35

  5. 12:54

  6. 12:41

  7. 11:44

  8. 11:10


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel