MIG: Scheuers Mobilfunkgesellschaft bisher kaum vorangekommen

Die Servicegesellschaft des Bundesverkehrsministers gegen Ausbau-Versagen der Netzbetreiber steht noch am Anfang.

Artikel veröffentlicht am ,
LTE von Telefonica
LTE von Telefonica (Bild: Henning Koepke / Telefónica Deutschland)

Die staatliche Mobilfunkgesellschaft MIG von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) dürfte vorerst keine Funklöcher schließen. Das geht aus einer Antwort des Verkehrsministeriums auf die Frage des Linken-Abgeordneten Victor Perli hervor, die dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel vorliegt. Das Ministerium nennt weder die Zahl der Beschäftigten noch die Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Lediglich der Standort steht fest: Eine Immobilie in Naumburg soll bald angemietet werden.

Stellenmarkt
  1. Programm-Manager*in (m/w/d) Advanced Clinician Scientist-Programm
    Universitätsklinikum Frankfurt, Frankfurt
  2. Projektmanager / innen(w/m/d)
    Statistisches Bundesamt, Wiesbaden
Detailsuche

Die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft (MIG) sollte eigentlich bereits im Jahr 2020 mit ihrer Arbeit beginnen. Tatsächlich aber sind erst "die vorbereitenden Tätigkeiten für die Personalsuche nahezu abgeschlossen". Die Analyse der weißen Flecken ohne 4G-Netzabdeckung habe 60 potenzielle Fördergebiete und 17 konkrete Standorte ergeben. Doch wann mit dem Bau von Mobilfunkmasten begonnen wird, ist unklar.

MIG soll das Ausbau-Versagen der Anbieter mit zusätzlichen Euro-Milliarden abfedern

Das Ministerium muss im Schreiben einräumen, dass die großen Mobilfunkbetreiber ihrer Verpflichtung nicht nachgekommen seien, Netzempfang an den Hauptverkehrsadern der Republik vollständig zu gewährleisten. Strafen hätten die Konzerne dafür auch nicht zahlen müssen. "Mit der MIG soll das Ausbau-Versagen der Anbieter mit zusätzlichen Milliarden an Steuergeldern 'gefördert' werden", sagte Linken-Abgeordneter Perli.

Für Funklöcher existiert ein Förderprogramm des Bundes in Höhe von derzeit 1,1 Milliarden Euro. Weil aber Verfahren für die Standortsuche und Genehmigungen sehr aufwendig seien, soll die staatliche MIG Kommunen und Konzernen "den größten Teil der Arbeit abnehmen, so dass diese möglichst nur noch ein Häkchen machen müssen".

Golem Akademie
  1. Azure und AWS Cloudnutzung absichern: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    17.–18. März 2022, virtuell
  2. Linux-Shellprogrammierung: virtueller Vier-Tage-Workshop
    8.–11. März 2021, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die MIG wird weitere weiße Flecken in Deutschland ausfindig machen, die nicht mit Mobilfunk oder nur mit 2G versorgt sind, und wo zudem keine Ausbauverpflichtungen bestehen. Dann soll die Gesellschaft geeignete Standorte für Mobilfunkmasten suchen und vorschlagen, die Verfügbarkeit von Liegenschaften klären und Kontakt mit Genehmigungsbehörden aufnehmen, um Hindernisse zu beseitigen. Danach wird ein Netzbetreiber ermittelt, der bereit ist, einen Mast eigenwirtschaftlich mit aktiver Technik auszustatten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Ada & Zangemann
Das IT-Märchen, das wir brauchen

Das frisch erschienen Märchenbuch Ada & Zangemann erklärt, was Software-Freiheit ist. Eine schöne Grundlage, um Kinder - aber auch Erwachsene - an IT-Probleme und das Basteln heranzuführen.
Eine Rezension von Sebastian Grüner

Ada & Zangemann: Das IT-Märchen, das wir brauchen
Artikel
  1. Koalitionsvertrag: Berlin setzt auf Open Source
    Koalitionsvertrag
    Berlin setzt auf Open Source

    Die neue Berliner Landesregierung hält Open Source für "unverzichtbar". Offener Code soll priorisiert und OSS-Communitys gefördert werden.

  2. TTDSG: Neue Cookie-Regelung in Kraft getreten
    TTDSG
    Neue Cookie-Regelung in Kraft getreten

    Mit jahrelanger Verspätung macht Deutschland die Cookie-Einwilligung zur Pflicht. Die Verordnung zu Einwilligungsdiensten lässt noch auf sich warten.

  3. Prozessoren: Intel lagert zehn Jahre alte Hardware in geheimem Lagerhaus
    Prozessoren
    Intel lagert zehn Jahre alte Hardware in geheimem Lagerhaus

    Tausende ältere CPUs und andere Hardware lagern bei Intel in einem Lagerhaus in Costa Rica. Damit lassen sich Probleme exakt nachstellen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Last Minute Angebote bei Amazon • Crucial-RAM zu Bestpreisen (u. a. 16GB Kit DDR4-3600 73,99€) • HP 27" FHD 165Hz 199,90€ • Razer Iskur X Gaming-Stuhl 239,99€ • Adventskalender bei MM/Saturn (u. a. Surface Pro 7+ 849€) • Alternate (u. a. Adata 1TB PCIe-4.0-SSD für 129,90€) [Werbung]
    •  /