MIG: Funklochamt wird nächstes Jahr eingestellt

Die Bundesregierung hat bekräftigt, dass die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft (MIG) nach dem Jahr 2025 geschlossen wird. Das geht aus der Antwort auf eine kleine parlamentarische Anfrage der Unionsfraktion(öffnet im neuen Fenster) hervor. Der Bundesminister für Digitales, Volker Wissing, hatte bereits im Ausschuss für Digitales am 13. Dezember 2023 erklärt, dass die MIG Ende 2025 abgewickelt wird.
In der Antwort heißt es: "Die Geschäftsbesorgungsverträge und der Gesellschaftsvertrag der MIG wurden bereits bei Gründung durch die Vorgängerregierung mit einer Befristung versehen. Die aktuell durchgeführte Wirtschaftlichkeitsuntersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass an dieser Befristung festzuhalten ist."
Das MIG, allgemein als Funklochamt bezeichnet, soll weiße Flecken in Deutschland ausfindig machen , die gar nicht mit Mobilfunk oder nur mit 2G versorgt sind und wo keine Ausbauverpflichtungen bestehen. Diese werden für einen geförderten Mobilfunkausbau vorbereitet. Es erfolgt die Standortsuche und -vorbereitung. Musterverträge, die Grundstücke für geförderte Standorte bereitstellen könnten, werden vorbereitet. Das alles braucht wegen bürokratischer Hürden viel Zeit: Erst wenn das Grundstück vorvertraglich gebunden und die technische Vorplanung erfolgt ist, wird ein Förderaufruf veröffentlicht.
Wie viel Fläche Deutschlands weiße Flecken haben
Aktuell (Stichtag 26. April 2024) sei die MIG an 1.127 Standorten in Deutschland im Rahmen der Standortvorbereitung aktiv, erklärte die Bundesregierung.
Stand Januar 2024 befänden sich laut Mobilfunk-Monitoring der Bundesnetzagentur 2,36 Prozent der Fläche Deutschlands in weißen Flecken und seien somit nicht mit breitbandigem Mobilfunk (4G, 5G) versorgt.



