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Miese Vibes: OpenAI zweifelt an eigener Stärke

Ein geleaktes Schreiben von Sam Altman zeigt: Hinter den Kulissen herrscht Unsicherheit. OpenAI sieht sich von Google unter Druck gesetzt.
/ Andreas Donath
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Sam Altman (Bild: Wikipedia/TechCrunch)
Sam Altman Bild: Wikipedia/TechCrunch / CC-BY-SA 2.0

Ein internes Memo von OpenAI-Chef Sam Altman, das dem Magazin The Information(öffnet im neuen Fenster) zugespielt wurde, zeichnet ein Bild, das im starken Kontrast zur öffentlichen Darstellung des Unternehmens steht. Altman warnt seine Mitarbeiter vor schwierigen Zeiten.

In dem Schreiben spricht Altman von "miesen Vibes" innerhalb der Organisation – eine Wortwahl, die deutlich von der sonst üblichen Kommunikation des Unternehmens abweicht, in der Stärke und Marktführerschaft betont werden.

Laut dem geleakten Dokument räumte Altman ein, dass Google bei der KI-Entwicklung deutliche Fortschritte gemacht hat. Besonders im Bereich Pre-Training – einem Gebiet, auf dem sich OpenAI bislang als führend positioniert hatte. Google stellte kürzlich Gemini 3 Pro vor , das laut unabhängigen Benchmarks in bestimmten Aufgaben mit OpenAIs Modellen mithalten kann. Altman soll seinen Mitarbeitern gesagt haben, man müsse in einigen Bereichen "schnell aufholen" .

Umsatzprognosen deuten auf Abschwächung hin

Das Memo enthielt Finanzprognosen, die von der bisherigen Entwicklung des Unternehmens abweichen. Altman skizzierte demnach ein Szenario, in dem das Umsatzwachstum bis 2026 auf einstellige Prozentwerte sinken könnte. Das wäre eine deutliche Veränderung gegenüber den aktuellen Wachstumsraten. OpenAI erreichte Berichten zufolge einen Jahresumsatz von rund 13 Milliarden US-Dollar, hauptsächlich durch ChatGPT-Abonnements und API-Nutzung.

Das geleakte Dokument führt die mögliche Verlangsamung auf "temporären wirtschaftlichen Gegenwind" zurück, wie Altman es formuliert haben soll. Das Memo präzisierte nicht, ob diese Faktoren den gesamten Markt betreffen oder spezifisch für das Geschäftsmodell von OpenAI sind.


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