Midlife-Crisis im Job: Frustration, innere Kündigung, Abnahme der Arbeitsleistung
Basierend auf einer Definition des medizinischen Standard-Nachschlagewerks Pschyrembel bezeichnet die Midlife-Crisis eine nicht krankhafte, zeitlich begrenzte psychosoziale Krise im mittleren Erwachsenenalter, die mit der kritischen Bilanzierung des bisherigen Lebens sowie Fragen nach Sinn, Identität und zukünftigen Lebenszielen einhergeht. Interessant ist, dass jeder den Begriff kennt, er aber im Pschyrembel nicht als offizieller medizinischer Krankheitsbegriff geführt wird, da die Midlife-Crisis als wissenschaftlich nicht belegtes Störungskonzept gilt.
Das Phänomen wird dort als allgemeine psychische Krise angeführt(öffnet im neuen Fenster) , also eine "Situation, in der Stressoren die Bewältigungsmöglichkeiten in hohem Maße übersteigen, so dass eine adäquate Bewältigung kurzfristig nicht möglich ist." Typisch für die Midlife-Crisis seien zudem emotionale Schwankungen, Unzufriedenheit, Zweifel an der Partnerschaft oder dem Beruf und der Wunsch nach Veränderung. Die gute Nachricht: Diese Phase kann zwar mit viel Grübelei und depressiven Episoden einhergehen, aber sie ist temporär.