Microsofts Konferenzsystem: Was Entwickler beim Surface Hub beachten müssen

Mit Surface Hub will Microsoft Windows 10 mit speziellem Gerät in Konferenzräume bringen. Trotz Universal-Apps müssen Entwickler insbesondere für die Multi-Stift-Umgebung einiges beachten. Wir haben uns das System näher angesehen.

Artikel von veröffentlicht am
Surface Hub mit 85- und 55-Zoll-Display
Surface Hub mit 85- und 55-Zoll-Display (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Auf den ersten Blick erinnert Microsofts Surface Hub an Tablet-PCs aus der Mitte des vergangenen Jahrzehnts: Es ist ein Rechner mit Touchscreen und unterstützt aktive, druckempfindliche Stifte per Digitizer - und ist sehr groß. Doch im Unterschied zu den nie richtig zu Ende gedachten Tablet-PCs ist das System komplett durchkonzipiert und wird nach derzeitigem Stand selbst bei schlecht angepassten Apps in sich stimmig sein. Es ist in einer Größe von 55 oder 85 Zoll verfügbar. Das kleine Surface Hub unterstützt 1.920 x 1.080 Pixel (Full HD), das große Gerät sogar 3.840 x 2.160 Pixel (4K).

Inhalt:
  1. Microsofts Konferenzsystem: Was Entwickler beim Surface Hub beachten müssen
  2. Nach einer Session sind auf dem Surface Hub alle Daten weg
  3. Ziemlich helle Technik

Anders als bei Tablet-PCs werden aktive Stifte nicht nur grundsätzlich von dem Digitizer unterstützt, sondern für kollaboratives Arbeiten ist auch der Einsatz mehrerer Stifte möglich. Dabei repräsentieren die Stifte verschiedene Nutzer. Ist die Anwendung darauf vorbereitet, erkennt sie die unterschiedlichen Stifte, und der Entwickler könnte beispielsweise unterschiedliche Kontrollen je Stift einsetzen. Es ist auch möglich, jedem Stift eine andere Schreibfarbe zuzuordnen. Die Stifte werden vom System nämlich durch ihre Pen ID innerhalb einer Session unterschieden.

Bis zu drei Stifte können gleichzeitig auf dem Surface Hub benutzt werden. Für den Programmierer sind aber deutlich mehr Stifte unterscheidbar. Es ist also möglich, dass ein kompletter Konferenzraum mit eigenen Stiften ausgestattet wird und die Teilnehmer reihum auf dem Surface Hub ihre Ideen niederschreiben. Das ist auch im Videokonferenzmodus mit von der Ferne aus arbeitenden Teilnehmern möglich - sofern auch dort ein Surface Hub vorhanden ist.

Bei der Fingernutzung ist die Zuordnung der Nutzer verständlicherweise schwierig. Bei bis zu 100 Fingern auf dem Surface herrscht in der Konferenz aber ohnehin entweder Chaos oder Streit - oder beides. Prinzipiell wäre die Anwendung einer Gesichtserkennung möglich, um einzelne Nutzer zu identifizieren. Szenarien mit mehreren Stiften und Dutzenden von Fingern sollten Entwickler berücksichtigen, wenn sie nicht nur ihre App vom Windows Phone schlicht auf dem Surface Hub ohne Veränderung anzeigen lassen wollen.

Der reguläre Nutzer bestimmt nicht über das Gerät

Stellenmarkt
  1. IT-Systemadministrator / Informatiker (m/w/d) HR-Systeme
    NVL B.V. & Co. KG, Bremen
  2. Product Owner (m/w/d)
    Bundesnachrichtendienst, Berlin
Detailsuche

Für den Geschäftskundeneinsatz gibt es aber auch Einschränkungen, an die Entwickler unbedingt denken müssen. Das Gerät bekommt seine Apps etwa über einen Business-App-Store und wird über MDM-Systeme administriert. Das Konzept sieht vor, dass der Technikchef des Unternehmens bestimmt, welche Anwendungen auf den Surface-Hub-Geräten installiert werden. Der Anwender hat keine Entscheidungsbefugnis. Entwickler sollten sich dementsprechend mit Per-Seat-Licensing beschäftigen, gibt Microsoft als Tipp mit auf den Weg. Zudem ist das Gerät nicht nachsichtig bei fehlerhafter Programmierung. Es soll von unterschiedlichen Gruppen verwendet werden, und die dürfen die Daten untereinander häufig nicht sehen. Wer nicht daran denkt, wird mit einem Datenverlust daran erinnert.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Nach einer Session sind auf dem Surface Hub alle Daten weg 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Open Source
"Antworten Sie innerhalb von 24 Stunden"

Die E-Mail eines großen Konzerns an den Entwickler von Curl zeigt wohl eher aus Versehen, wie problematisch das Verhältnis vieler Firmen zu Open-Source-Software ist.

Open Source: Antworten Sie innerhalb von 24 Stunden
Artikel
  1. Elektro-Pick-up: Neuer Tesla-Cybertruck-Prototyp gefilmt
    Elektro-Pick-up
    Neuer Tesla-Cybertruck-Prototyp gefilmt

    In einem Video wird ein neuer Cybertruck-Prototyp von Tesla im Detail gezeigt. Es stammt vermutlich aus der Gigafactory in Texas.

  2. Onlinekurse zu 3D-Visualisierung und Spieleprogrammierung
     
    Onlinekurse zu 3D-Visualisierung und Spieleprogrammierung

    3D-Visualiserung hat den Bereich des Game Developments längst hinter sich gelassen. Die Golem Akademie bietet sechs virtuelle Workshops zum Themenfeld.
    Sponsored Post von Golem Akademie

  3. Bundesservice Telekommunikation: Schlecht getarnte Tarnorganisation praktisch enttarnt
    Bundesservice Telekommunikation
    Schlecht getarnte Tarnorganisation praktisch enttarnt

    Inzwischen ist offensichtlich, dass der Bundesservice Telekommunikation zum Bundesamt für Verfassungsschutz gehört.
    Von Friedhelm Greis

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Palit RTX 3080 12GB 1.548,96€ • Acer Curved Gaming-Monitor 27" 259€ • Corsair 16GB DDR4-4000 111,21€ • MindStar (u.a. 8GB DDR5-4800 89€) • 10% auf Gaming bei Ebay (u. a. Gigabyte 34" Curved UWQHD 144Hz 429,30€) • Razer Gaming-Stuhl 179,99€ • 4 Blu-rays für 22€ [Werbung]
    •  /