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Microsofts IVAS 1.2: Die neue Hololens für die US Army ist leichter und besser

Microsoft hat diverse Verbesserungen am Headset für Soldaten vorgenommen. Das Ziel: 121.000 Hololens für die US Army zu bauen.
/ Oliver Nickel
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Das neue Ivas 1.2 ist leichter und deshalb angenehmer zu tragen. (Bild: U.S. Army photo by Frederick Shear)
Das neue Ivas 1.2 ist leichter und deshalb angenehmer zu tragen. Bild: U.S. Army photo by Frederick Shear

Nachdem die US Army diverse Probleme mit dem Ivas-System protokolliert hatte, stand es um Microsofts Hololens für den Militäreinsatz nicht gut. Der Konzern hat allerdings noch einmal die Chance, eine verbesserte Version des Augmented-Reality-Systems zu produzieren. Offenbar konnte der Konzern viele Anpassungen vornehmen und das Projekt läuft nun weiter.

Erste Tests mit der neuen Ivas 1.2 wurden vom Militär auf Gruppenlevel mit 20 Prototypen durchgeführt. Die scheinen erfolgreich verlaufen zu sein, denn laut dem Magazin Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) wurde der Vertrag für Ivas Anfang September erweitert.

Das neue AR-Headset verfügt über verbesserte Wärme- und Lichtsensoren. Soldaten können so Ziele in diversen Sichtbedingungen besser identifizieren, etwa auch in der Nacht oder bei schlechtem Wetter. Das Headset blendet zudem strategische Ziele und Marschrouten ein, so dass sich verschiedene Truppenteile besser untereinander koordinieren können. Ivas kann alternativ für Trainingsszenarios genutzt werden, da es bestimmte Daten direkt in das Sichtfeld der tragenden Person einblenden kann.

Vor allem das Gewicht und die beim Tragen entstehende Übelkeit waren die bisher größten Kritikpunkte von Ivas. Microsoft entwickelte deshalb ein neues System, das wesentlich leichter und weniger klobig ist. Ivas 1.2 wird auf den Helm aufgesetzt und kann nach oben geklappt werden – ähnlich wie herkömmliche Nachtsichtgeräte.

"Jeder, der Ivas verwendet hat, auch die frühen Versionen, weiß, dass dies wirklich das Potenzial hat, die Art und Weise, wie wir kämpfen, zu verändern" , sagte Colonel Anthony Biggs(öffnet im neuen Fenster) , Manager des Soldier-Warrior-Projekts und Aufseher über Ivas. Aktuell scheint es, als arbeite Microsoft noch lange mit dem US-Militär zusammen. Das Ziel: 121.000 Ivas-Headsets für etwa 22 Milliarden US-Dollar zu bauen. Erst einmal sollen die Vorproduktionsmodelle allerdings im Frühling 2025 intensiv getestet werden.


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