Microsofts Hyperlapse ausprobiert: Der Weg ins Büro im Zeitraffer

Microsofts Hyperlapse berechnet jetzt auch auf Android- und Windows-Phone-Smartphones über Software-Algorithmen ein möglichst ruckelfreies Video mit unterschiedlichen Zeitraffer-Geschwindigkeiten. Wir haben die App ausprobiert und den Weg in die Golem.de-Redaktion entwackelt und beschleunigt.

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Microsoft Hyperlapse Mobile ist für Windows-Phone- und Android-Smartphones verfügbar.
Microsoft Hyperlapse Mobile ist für Windows-Phone- und Android-Smartphones verfügbar. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Wer als Bergsteiger eine Klippe bezwingt oder mit dem Fallschirm aus dem Flugzeug springt, hält solche Aktionen gerne mit einer Actioncam wie der Gopro Hero fest. Doch sind die Videos meist sehr verwackelt und für den Betrachter öde, da langwierig. Microsoft Research hat bereits im August 2014 ein Verfahren vorgestellt, mit dem ein Video über Software-Algorithmen eine ruckelfreie Zeitraffer-Aufnahme erstellt - nun kommt es aufs Smartphone.

Auf Smartphones mit Android und Windows Phone ist die Hyperlapse-Mobile-App verfügbar: Nutzer können damit mit ihrem Smartphone Alltagssituationen im Zeitraffer festhalten und mit ihren Freunden teilen - für Action-Aufnahmen sind Smartphones weniger geeignet. Wir haben die App auf einem HTC One M8 und einem Lumia 720 ausprobiert und den Weg in die Golem.de-Redaktion am Berliner Oranienplatz aufgenommen.

Die App nutzt das von Johannes Kopf, Michael Cohen und Richard Szeliski entwickelte Hyperlapse-Verfahren. Die Software rekonstruiert den Weg der Kamera und erstellt daraus ein dreidimensionales Modell. Darin wird auch der Weg, den die Kamera zurückgelegt hat, dargestellt - meist eine sehr zappelige Linie. Die Software errechnet einen neuen, ruhigen Pfad und setzt die Bilder entsprechend zusammen. Auch Farben und Weißabgleich werden angeglichen, damit das Ergebnis möglichst homogen wirkt.

Außerdem erkennt die Software Gesichter und vermeintlich wichtige Passagen, die in der Zeitraffer-Aufnahme etwas länger gezeigt werden. Das Video wird nicht einfach nur beschleunigt, wie sonst üblich - es wird gewissermaßen ein tl;dr-Video erstellt.

Die Android- und Windows-Phone-Apps sind praktisch gleich aufgebaut. Es kann zwischen Front- und Rückkamera gewechselt und das Videolicht angeschaltet werden - mehr Einstellungen gibt es nicht. Nach der Aufnahme kann das Video um die Faktoren 2, 4, 8, 16 und 32 beschleunigt werden, eine Live-Vorschau wird dann auf dem Bildschirm angezeigt. Auch das stabilisierte Original kann aus der App exportiert werden.

Instagram stabilisiert besser

Die Stabilisierung eines Smartphone-Videos ohne Beschleunigung kann die Hyperlapse-App von Instagram allerdings besser. Sie berechnet nicht aufwendig den Kameraweg, sondern nutzt die Gyroskop-Daten des Smartphones und stabilisiert so die Kamera. Das funktioniert ohne Beschleunigung besser als bei Microsofts App. Instagram Hyperlapse ist aber nur für iOS-Geräte verfügbar.

Die Hyperlapse-Mobile-App lief auf unserem Nokia Lumia 730 nicht sehr stabil. Öfter wurde die Aufnahme abgebrochen, das Zeitraffer-Video konnte dann nicht exportiert werden. Auf dem HTC One (M8) hatten wir keine Probleme - die Android-App befindet sich noch in der Betaversion.

Eine Preview-Version der Windows-Anwendung Hyperlapse Pro kann ebenfalls kostenlos heruntergeladen werden. Diese basiert auf der ursprünglichen Research-App, die Microsoft im vergangenen Jahr vorgestellt hat. Mit ihr können auch stabilisierte Zeitraffer-Aufnahmen von Videos, die mit einer Drohne oder Action-Cam aufgenommen wurden, angefertigt werden.

Eher für Fernsehsender und andere professionelle Anwender ist Hyperlapse für Azure Media Services gedacht. Der Dienst ist anders als die Windows-Anwendung und die Mobile-Apps kostenpflichtig, doch stellt Microsoft ein kostenfreies Public Preview zur Verfügung.

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elf 18. Mai 2015

Deaktivier halt DNT auch bei Golem, dann erhälst du maßgeschneiderte Werbung ohne...

Patman 16. Mai 2015

Darüber hinaus wird die App im Moment nur auf folgenden Geräten unterstützt: Nexus...

Atzeonacid 16. Mai 2015

Probiert die App halt selber mal aus, macht echt Spaß!

elf 15. Mai 2015

Was heisst hier "halbwegs". Das Bild ist für ein Zeitraffer doch super ruhig, kein...



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