Microsofts Auswahl: Samsung will Windows-RT-Tablet bauen
Samsung Electronics wird ein Tablet mit dem Betriebssystem Windows RT anbieten. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf informierte Kreise. Das Gerät soll im Oktober 2012 mit dem Erscheinen von Windows RT vorgestellt werden.
Samsungs Windows RT-Tablet werde mit einem Snapdragon-Prozessor von Qualcomm ausgestattet. Sprecher von Samsung und Microsoft haben einen Kommentar zu dem Bericht abgelehnt.
Windows RT, früher Windows on ARM, die Tablet-Variante von Windows 8, wird nicht einzeln in den Verkauf kommen, sondern nur direkt an Gerätehersteller lizenziert werden.
Microsoft kontrolliert die ersten ARM-basierten Geräte sehr genau, die Windows RT unterstützen. Mit dem taiwanischen Elektronikhersteller HTC habe sich der Softwarehersteller nicht einigen können. Ausgewählt wurden andere Unternehmen mit einem höheren Verkaufsvolumen und mehr Tablet-Erfahrung.
Hewlett-Packard gehörte zum Kreis dieser Unternehmen. Doch Unternehmenssprecherin Marlene Somsak hatte am 29. Juni 2012 erklärt(öffnet im neuen Fenster), kein ARM-basiertes Windows-RT-Tablet produzieren zu wollen. Hewlett-Packard wolle sich auf Kundenwunsch auf Intel-x86-Prozessoren konzentrieren. "Das robuste und bewährte Ökosystem der x86-Anwendungen bietet die beste Kundenerfahrung zu diesem Zeitpunkt und in der nächsten Zukunft", sagte Somsak. Das erste Windows-8-Tablet von Hewlett-Packard soll sich an Businessnutzer richten, erklärte sie. Über einen Tablet-PC von Hewlett-Packard gab es bereits einen unbestätigten Bericht.
Die taiwanische Branchenzeitung Digitimes hatte am 6. Juli 2012(öffnet im neuen Fenster) geschrieben, dass Hewlett-Packard doch an einem 10,1-Zoll-Tablet mit Windows RT arbeite. Hersteller des Prozessors soll Texas Instruments sein. Dell soll zudem ein Windows-RT-Tablet mit einem Qualcomm-Prozessor vorbereiten. Weitere RT-Tablet-Hersteller seien Lenovo, Toshiba und Asus. Sony und Samsung lehnten die Tablet-Pläne ab.
Die Berichte der Digitimes zu nicht offiziell angekündigten Produkten sind teilweise widersprüchlich. Die inoffiziellen Informationen aus der Lieferkette der IT-Konzerne hatten sich auch einige Male als falsch erwiesen.
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