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Microsoft: Xbox-Umbau bringt zwei große Spiele ins Wanken

Der Umbau der Xbox-Sparte hat offenbar direkte Konsequenzen für vielversprechende Spieleprojekte.
/ Peter Steinlechner
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Konzeptgrafik von Marvel's Blade (Bild: Marvel/Arkane)
Konzeptgrafik von Marvel's Blade Bild: Marvel/Arkane

Der tiefgreifende Umbau der Xbox-Sparte zieht offenbar weitere prominente Spieleprojekte in Mitleidenschaft. Nachdem seit Tagen über umfangreiche Entlassungen und mögliche Studioschließungen spekuliert wird, gibt es nun Berichte über Probleme bei zwei großen Produktionen: beim Fantasy-Rollenspiel Project Fantasy von IO Interactive sowie beim Superheldenspiel Marvel's Blade.

Einigermaßen klar ist die Lage bei Project Fantasy. Das eigentliche Entwicklerstudio IO Interactive (007 First Light, Hitman) bestätigte offiziell(öffnet im neuen Fenster), dass die Zusammenarbeit mit einem externen Partner beendet wurde. Den Namen nennt das Studio zwar nicht. Microsoft hat bei Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) jedoch bestätigt, dass Xbox dieser Partner war.

Project Fantasy ist ein Online-Fantasy-Rollenspiel und zugleich die erste neue Eigenmarke des Studios seit vielen Jahren. IO Interactive kündigte einen Stellenabbau in unbekannter Höhe an, betont aber gleichzeitig, dass das Spiel nicht eingestellt werde. Man stehe weiterhin "zu 100 Prozent" hinter dem Projekt.

Marvel's Blade: Spieleaus trotz begeisterter Fans?

Sehr viel unklarer ist die Lage bei Marvel's Blade. Laut mehreren Berichten prüft Microsoft derzeit, das von Arkane Lyon entwickelte Actionspiel komplett einzustellen. Gleichzeitig soll sogar eine Schließung oder ein Verkauf des Studios im Raum stehen.

Das Spiel wurde Ende 2023 angekündigt und sollte den Marvel-Vampirjäger Blade in einer düsteren Arkane-typischen Action- und Stealth-Interpretation nach Paris schicken. Die Ankündigung war damals in Foren und sozialen Netzwerken auffällig positiv kommentiert worden. Viele Fans sahen in Arkane den idealen Entwickler für die Figur und hofften auf einen geistigen Nachfolger der Dishonored-Reihe.

Trotz des Stopps an Project Fantasy und der Gerüchte um Blade betont Microsoft, dass keineswegs weniger Geld in Spiele fließen solle. Man werde insgesamt ähnlich viel in Inhalte investieren wie im Vorjahr – geändert werde lediglich, wo investiert werde und welche Projekte künftig Priorität erhalten. Es gibt Hinweise, dass etablierte Marken wie Halo und Call of Duty massiv aufgewertet werden.

In den kommenden Tagen werden weitere Einschnitte bei Xbox erwartet. US-Medien berichten über eine große Entlassungswelle sowie mögliche Verkäufe oder Ausgliederungen weiterer Studios.


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