Microsoft: Xbox soll bei id Software sogar die meisten Programmierer entlassen
Mit der größten Umstrukturierung der Xbox-Geschichte dringen auch immer mehr Details zu den Einschnitten bei den einzelnen Entwicklerstudios an die Öffentlichkeit. Während Microsoft bislang nur allgemein von Stellenstreichungen bei Bethesda, Blizzard und weiteren Teams spricht, zeichnen Berichte von Insidern inzwischen ein genaueres Bild.
Besonders im Fokus steht dabei Bethesda-Tochter id Software, das Studio hinter Doom und der hauseigenen ID-Tech-Engine. Bitter: Ausgerechnet heute erscheint die Erweiterung Revelations für das Actionspiel Doom – The Dark Ages.
Der Journalist Jason Schreier berichtet unter Berufung auf informierte Quellen von "erheblichen" Entlassungen bei id Software und den Zenimax Online Studios. Beide Teams sollen zwar bestehen bleiben, aber einen erheblichen Teil ihrer Belegschaft verlieren.
Noch drastischer fällt die Einschätzung von Scott Miller aus. Der Gründer von Apogee und 3D Realms schreibt unter Berufung(öffnet im neuen Fenster) auf eigene Insiderquellen, dass bei id Software die Mehrheit des Studios entlassen werde, darunter die meisten oder sogar alle Programmierer.
Eine offizielle Bestätigung für diese Angaben gibt es bislang allerdings nicht. Sollten die Berichte zutreffen, wäre das gerade für das traditionsreiche Entwicklerteam und die Weiterentwicklung der Id-Tech-Engine ein schwerer Einschnitt.
Nach Informationen von Kotaku(öffnet im neuen Fenster) informierte Bethesda die Mitarbeiter gleichzeitig darüber, dass es künftig eine stärkere Konzentration auf seine wichtigsten Marken gebe. Genannt werden Fallout, The Elder Scrolls, Wolfenstein, Doom und Quake.
Lage bei Blizzard noch unklar
Bereits angekündigte Projekte und Veranstaltungen sollen dennoch wie geplant fortgeführt werden. Dazu zählt auch das Season-1-Update für The Elder Scrolls Online sowie die diesjährige Hausmesse Quakecon.
Bei Obsidian (Grounded, Avowed) soll es Entlassungen gegeben haben, nach Einschätzung von PC Gamer(öffnet im neuen Fenster) aber offenbar unterhalb der Schwelle von 50 Beschäftigten in Kalifornien. Blizzard-Präsidentin Johanna Faries sprach in einer internen E-Mail(öffnet im neuen Fenster) lediglich von einem "schwierigen Tag" und kündigte weitere Informationen an.
Unklar bleibt außerdem die Zukunft von Arkane Lyon, das ebenfalls zu Bethesda gehört und derzeit an Marvel's Blade arbeitet. Microsoft bestätigte bereits, dass in Frankreich das vorgeschriebene Konsultationsverfahren mit Arbeitnehmervertretern begonnen habe. Einem aktuellen Bericht(öffnet im neuen Fenster) zufolge gibt es bei dem Projekt Termin- und Budgetprobleme.
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