Microsoft: Xbox Series X bekommt dedizierten Audioprozessor

Bei aktuellen Konsolen ist primär die CPU für Soundeffekte und Musik zuständig. Bei der Xbox Series X wird das etwas anders sein: In der kommenden Konsole von Microsoft wird sich ein Prozessor um die Geräusche kümmern - und wohl auch fortgeschrittene Effekte ermöglichen.

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Artwork der Xbox Series X
Artwork der Xbox Series X (Bild: Microsoft)

Ein Entwickler des zu Microsoft gehörenden Entwicklerstudios Ninja Theory hat über ein bislang unbekanntes Detail der Xbox Series X gesprochen: Die für Ende 2020 geplante Konsole soll "einen dedizierten Chip für die Arbeit mit Audio haben", sagte Senior Sound Designer Daniele Galante zu Videogames Chronicle.

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Ein Kollege von ihm ergänzt in dem Gespräch, dass damit in der Tat ein Prozessor gemeint sei, der sich um die Geräuschkulisse kümmere - ähnlich wie eine GPU um die Grafik. Microsoft hat sich bislang nicht öffentlich zu dem Thema geäußert. Es gibt aber kaum ernsthafte Zweifel, dass die Information stimmt.

Ein dedizierter Audiochip ist auch deshalb interessant, weil Ende Februar 2020 bekanntwurde, dass die Xbox Series X so etwas wie Audio-Raytracing können soll. Was damit genau gemeint ist, ist zwar unklar. Es könnte aber etwas mit halbwegs realistisch berechneten Schallwellen zu tun haben, analog zu den bei Grafik-Raytracing simulierten Lichtstrahlen.

Weitere Informationen sollte es Mitte März 2020 auf der inzwischen abgesagten Game Developers Conference (GDC) in einem Vortrag zum Thema Spatial Sound geben, an dem sich auch Dolby beteiligen wollte. Spatial Sound gibt es schon länger, unter anderem auf der Xbox One.

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Die Idee von spezialisierter Hardware für die Audioausgabe ist alles andere als neu: In den 90er Jahren gehörte in jeden Gaming-PC eine spezielle Soundkarte - etwa eine Soundblaster - für besonders hochwertige Modelle waren durchaus ein paar Hundert Euro fällig.

Mit der zunehmenden Leistungsfähigkeit von CPUs haben allerdings diese nach und nach die Funktionen dieser für den Sound zuständigen Hardware einfach mitübernommen. Aktuelle CPUs werden durch die Berechnung der Audioeffekte kaum belastet, bei aufwendigen Raumklangeffekten könnte das Ganze aber wieder etwas aufwendiger werden. Schon die Xbox One verfügt über dedizierte Digitale Signalprozessoren (DSP) von Tensilica.

Die Xbox Series X basiert auf einem achtkernigen AMD-Prozessor mit Zen-2-Architektur und einer Grafikeinheit mit RDNA-Technik, die hardwarebasiertes Raytracing unterstützt. Die GPU der Konsole erreicht laut Microsoft eine Rechenleistung von 12 Teraflops - das ist etwa doppelt so viel wie die Xbox One X.

Series X soll Ende 2020 auf den Markt kommen, Informationen über den Preis liegen noch nicht vor. Gerüchten zufolge soll es neben der Xbox mit dem Namenszusatz Series X auch ein günstigeres Modell geben, das etwa die Bezeichnung Series S trägt.

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wurstdings 10. Mär 2020

Selbst billigste ADCs und DACs sind seit 2000 so gut, dass es für den Endanwender völlig...

Kondratieff 10. Mär 2020

Nach meiner Lesart ist Microsoft nicht dasselbe wie die gesamte Gamingbranche, die ja...

Dwalinn 10. Mär 2020

Danke für die Info!

ms (Golem.de) 09. Mär 2020

Trueaudio bzw Tensilica DSPs haben schon One und One X.



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