Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Microsoft: Xbox-Januar-Update erweitert ARM-Gaming

Microsoft erweitert die Xbox- PC-App auf ARM- Windows und zeigt mit einem neuen Game-Save-Sync-Indikator den Cloudspeicherstatus an.
/ Peter Steinlechner
1 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Artwork von Xbox und ARM (Bild: Microsoft)
Artwork von Xbox und ARM Bild: Microsoft

Microsoft hat mit dem Xbox-Januar-Update 2026 einen weiteren wichtigen Schritt gemacht, um Windows-Gaming plattformübergreifender zu etablieren. Im Fokus stehen dabei erstmals offiziell ARM-basierte Windows-11-Rechner, eine neue Transparenzfunktion für Spielstände sowie zusätzliche Ausbauschritte bei Cloud- und Handheld-Gaming.

Kern der Neuerungen ist die Unterstützung der Xbox-PC-App auf ARM-Systemen unter Windows 11. Möglich wird das durch Prism, die von Microsoft entwickelte Emulationsschicht für x86- und x64-Programme auf ARM-Prozessoren.

Prism übersetzt klassischen Windows-Code zur Laufzeit in ARM-Code und erlaubt so, bestehende PC-Spiele ohne Anpassungen auszuführen. Microsoft zufolge ist bereits der Großteil des PC-Game-Pass-Katalogs lauffähig.

Wer auf seinem Rechner ein noch nicht kompatibles Spiel verwenden möchte, kann sein Glück außerdem mit Streaming versuchen – das dürfte zumindest einige der noch verbliebenen Lücken füllen.

Technisch entscheidend ist bei der ARM-Unterstützung, dass Prism auch mit modernen x64-Spielen klarkommt, was lange als größtes Hindernis für Gaming auf Windows-on-ARM galt.

Einschränkungen gibt es aber: Titel mit spezieller Anti-Cheat-Software oder tief ins System eingreifenden Treibern können weiterhin Probleme machen, und die Leistung hängt stark vom jeweiligen Spiel und dem eingesetzten ARM-SoC ab.

Alter oder aktueller Speicherstand?

Ebenfalls neu im Ökosystem ist ein Savegame-Sync-Indikator, der auf PC- und Handheld-Geräten anzeigt, wann ein Spielstand zuletzt erfolgreich mit der Cloud synchronisiert wurde.

Microsoft beschreibt das Feature im Firmenblog(öffnet im neuen Fenster) als Rückmeldung für Spieler, um Datenverluste beim Gerätewechsel zu vermeiden. Damit dürfte es keine Spekulationen mehr über den aktuellen Speicherstand geben.

Darüber hinaus kündigt Microsoft an, die Xbox-App für Cloudgaming im Laufe des Jahres auf ausgewählte Smart-TVs mit V HomeOS (Hisense) zu bringen und das Handheld-Kompatibilitätsprogramm weiter auszubauen.

Das Update reiht sich mit diesen Neuerungen in die Strategie ein, Xbox weniger an eine spezielle Hardware zu binden, sondern als geräteübergreifende Gaming-Plattform funktionieren – eben vom ARM-Laptop über Windows-Handhelds bis hin zum Fernseher mit Konsole.


Relevante Themen