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Microsoft: Xbox bestätigt Radikalumbau mit 3.200 Stellenstreichungen

Es ist offiziell: Xbox baut massiv um, streicht tausende Stellen und trennt sich von mehreren Entwicklerstudios.
/ Peter Steinlechner
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Logo Xbox (Bild: Microsoft)
Logo Xbox Bild: Microsoft

Nach wochenlangen Gerüchten hat Xbox-Chefin Asha Sharma den bislang größten Umbau in der Geschichte der Gaming-Sparte von Microsoft bestätigt. In einem Schreiben an alle Beschäftigten(öffnet im neuen Fenster) hat sie angekündigt, dass Xbox bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres rund 3.200 Stellen abbauen will.

Bereits heute entfallen etwa 1.600 Arbeitsplätze. Insgesamt entspricht das laut Unternehmensangaben rund 15 Prozent der Xbox-Belegschaft, davon etwa acht Prozent sofort.

Besonders weitreichend sind die Folgen für mehrere Entwicklerstudios. Compulsion Games (South of Midnight) und Double Fine (Psychonauts) sollen sich von Xbox lösen und als unabhängige Studios unter der bisherigen Führung weitermachen. Beide dürfen ihre Marken und Spielekataloge behalten und erhalten nach Angaben des Unternehmens finanzielle Unterstützung für ihre nächsten Projekte.

Ninja Theory und Undead Labs sollen dagegen an neue Eigentümer übergehen, die die Entwicklung von Senua und State of Decay 3 finanzieren und ausbauen sollen. Für Arkane (derzeit Arbeit an Marvel's Blade) in Frankreich würden zudem "strategische Optionen" geprüft, zunächst im Rahmen der dort vorgeschriebenen Konsultationen mit dem Betriebsrat.

Gewinnmargen zu niedrig

Sharma bezeichnet die Maßnahmen als "den bedeutendsten Umbau in der Geschichte von Xbox". Die Entscheidungen seien "schmerzhaft" und spiegelten "nicht das Talent oder die Hingabe" der betroffenen Mitarbeiter wider. Zugleich macht sie deutlich, dass sie den Schritt für unumgänglich hält.

Als Begründung nennt die Managerin wirtschaftliche Probleme. Das Geschäft sei "heute nicht gesund", die Gewinnmargen lägen unter denen vergleichbarer Plattform- und Publisher-Unternehmen.

Game Pass, die Multiplattform-Strategie und der Ausbau des Spieleportfolios hätten zwar "einen bedeutenden Mehrwert geschaffen", seien aber "nicht in dem Tempo gewachsen, das wir erwartet hatten". Gleichzeitig stehe die Branche vor "der schwersten Hardware-Krise ihrer Geschichte". Deshalb müsse Xbox "neu aufgestellt werden".

Xbox soll schlanker werden

Neben den Studios soll auch die Unternehmensstruktur schlanker werden. Managementebenen sollen reduziert, Entscheidungswege verkürzt, externe Ausgaben gesenkt werden. Außerdem werde Mojang künftig ebenso direkt an Sharma berichten wie King. Beide Studios seien inzwischen selbst zu Plattformen geworden und gehörten zu den größten Xbox-Geschäften nach monatlich aktiven Spielern.

Trotz der tiefgreifenden Einschnitte betont Sharma, dass "keines unserer öffentlich angekündigten First-Party-Spiele oder Projekte" eingestellt werde. Ziel sei kein kleineres, sondern ein stärker fokussiertes Xbox.

Das Unternehmen wolle bereits in diesem Jahr ähnlich viel investieren wie bisher, künftig jedoch "mit größerem Fokus, größerer Disziplin und größerer Klarheit". Für das Jahr 2027 stellt Sharma ausdrücklich eine Rückkehr auf Wachstum in Aussicht.


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