Microsoft: Xbox 360 landet vor oberstem US-Gericht

Ein seit 2008 schwelender Rechtsstreit wird demnächst vor dem Obersten Gerichtshof der USA verhandelt. Dabei geht es um die Frage, ob Sammelklagen gegen Microsoft wegen der Xbox 360, die Spielediscs beschädigt haben soll, zulässig sind. Über die Zulässigkeit dieser Sammelklagen hatten frühere Instanzen immer wieder unterschiedlich entschieden, so dass nun der Supreme Court in Washington den Fall beurteilen muss, berichtet unter anderem Polygon(öffnet im neuen Fenster) .
In dem Fall geht es um eine relativ kleine Anzahl von Xbox-360-Konsolen, die mit einem Laufwerk von Samsung ausgestattet waren. Der Hersteller hatte aus Kostengründen auf eine kleine Schaummatte verzichtet – was zur Folge hatte, dass einige Discs beim Abspielen beschädigt wurden. Einem ersten Versuch einer Sammelklage hatten sich rund 55.000 Betroffene angeschlossen; insgesamt hat Microsoft von der Konsole rund 84 Millionen Exemplare abgesetzt.
Microsoft hatte betroffene Konsolen repariert und die beschädigten Discs ausgetauscht. Offiziell hat die Firma allerdings gesagt, dass auch die Kunden schuld seien: Sie hätten die Konsole während des Betriebs nicht bewegen dürfen. Betroffene wollen mit ihrer Sammelklage Microsoft unter anderem dafür bestraft sehen, dass der Hersteller sie nach ihrer Meinung nicht ausreichend informiert habe. Außerdem wollen sie eine Art Schmerzensgeld für die Zeit, in der ihre Konsole in Reparatur war.



