Microsoft: WSL2 könnte von Windows-Updates getrennt verteilt werden
Das Konzept zur Aktualisierung bestimmter Windows-Komponenten sieht eigentlich vor, dass Neuerungen und Verbesserungen dieser Bestandteile an die Windows-Updates gekoppelt sind, die Microsoft derzeit im Halbjahresrhythmus veröffentlicht. Vor allem für Entwicklungswerkzeuge, die teils sehr schnelllebigen Zyklen von Veränderungen unterliegen, hat dies aber einige Nachteile, wie etwa beim Windows Subsystem für Linux (WSL). Für das WSL2 könnte sich dies künftig aber eventuell ändern, wie der dafür zuständige Programm-Manager Craig Loewen auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) schreibt.
Bereits vor fast drei Jahren hat ein Entwickler unter Bezugnahme auf die Entkoppelung der Edge-Updates von Windows-Updates auf Github gefordert(öffnet im neuen Fenster), dies auch für das WSL umzusetzen. Das hätte vor allem den Vorteil, dass schneller auf entsprechende Probleme reagiert werden könne. Das ist natürlich insbesondere bei schwerwiegenderen Hindernissen von Vorteil, die unter Umständen nur wenige Nutzer betreffen.
Den entsprechenden Bug-Report auf Github hat das Team damals recht schnell geschlossen. Der Grund dafür ist einfach: Das WSL ist in seiner ersten Version vergleichsweise tief in Windows integriert. Würde das WSL1 separat vom Windows-Kernel aktualisiert, müssten Dateisystem-Änderungen sowie auch die Netzwerk- und Prozess-Infrastruktur in einer speziell angepassten Version vertrieben werden.
Auf eine erneute Nachfrage auf Twitter zu dem Bug-Report schreibt Loewen nun aber, dass dies für das WSL2 so eben nicht mehr gelte. Immerhin basiere die neue Version auf einer virtuellen Maschine, was die Ausgliederung des WSL aus den üblichen Windows-Updates ermöglichen könnte. Loewen schiebt zwar noch hinterher, dass er diesbezüglich zwar noch nichts konkret ankündigen könne, das Team von Microsoft diesen Funktionswunsch aber ernst nehme.
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