Microsoft: WSL 2 kann nicht neben VMware oder Virtualbox laufen

Aufgrund seiner Architektur wird das Windows-Subsystem für Linux (WSL) in Version 2 den Einsatz anderer Virtualisierungsprodukte stark erschweren. Weitere Unterschiede sorgen wohl auch dafür, dass das WSL 1 mittelfristig erhalten bleiben soll.

Artikel veröffentlicht am ,
Das WSL2 macht den parallelen Betrieb anderer VM-Lösungen schwierig.
Das WSL2 macht den parallelen Betrieb anderer VM-Lösungen schwierig. (Bild: laikolosse/Flickr.com/CC-BY 2.0)

Windows-Hersteller Microsoft klärt in FAQ zu der Ankündigung des Windows-Subsystems für Linux (WSL) in Version 2 in der vergangenen Woche noch einmal einige wichtige Details zum Einsatz und möglichen Unterschieden zu WSL 1. Für Unternehmenskunden und auch die Konkurrenz von Microsoft wohl am wichtigsten ist hierbei die Information, dass die Virtualisierungsprodukte von VMware oder auch Oracles Virtualbox nicht neben dem WSL 2 genutzt werden können.

Stellenmarkt
  1. IT-Spezialist (w/m/d) Kommunikation / Kollaboration
    IT-Systemhaus der Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg
  2. Softwareentwickler Lagerverwaltung (m/w/d)
    STOPA Anlagenbau GmbH, Achern-Gamshurst
Detailsuche

Diese Einschränkung gilt darüber hinaus wohl auch für viele weitere Virtualisierungslösungen. Grund dafür ist, dass das WSL 2 auf Hyper-V aufbaut, was dafür als Type-1-Hypervisor genutzt wird. Microsoft bietet jedoch das Hypervisor-Platform-API an, mit dem Hersteller ihre Software kompatibel zu Hyper-V erstellen können. Google setze das zum Beispiel bereits für seinen Android-Emulator ein.

Darüber hinaus wird es auch mittelfristig weitere Unterschiede zwischen den Versionen 1 und 2 des WSL geben. So ist der Hardwarezugriff unter WSL 2 zunächst stark eingeschränkt und die direkte Verwendung von GPU, USB oder anderen seriellen Schnittstellen nicht möglich. Ebenso verwenden der WSL-2-Gast und der Windows-Host eine unterschiedliche IP-Adresse, ein Zugriff über Localhost ist demnach ebenfalls nicht möglich.

Microsoft verspricht zwar, an vielen der genannten Einschränkungen des WSL 2 arbeiten zu wollen und einige der noch existierenden Probleme bis zur geplanten Veröffentlichung im Juli noch zu lösen. Wohl wegen dieser Probleme und der noch bestehenden funktionalen Unterschiede zwischen WSL 1 und WSL 2 sollen diese zunächst parallel zueinander weiter gepflegt werden. Wie lang dies geschehen soll, ist derzeit aber noch nicht klar.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


GottZ 14. Mai 2019

wie zuvor mit WSL 1 wird WSL 2 höchstwahrscheinlich nur vom Windows Defender abgedeckt...

luksts30 14. Mai 2019

Auch wenn MSFT es offiziell nicht unterstützt: https://docs.microsoft.com/en-us...

devarni 14. Mai 2019

Wenn ich das richtig verstanden habe, läuft der Kernel unter WSL2 in einer VM und...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Elon Musk und Manchester United
Der Meme-Lord braucht die Blutgrätsche

Wenn Musk twittert, zittern die Anleger und nun auch Fußball-Fans. Wie sich der Milliardär endgültig ins Abseits bewegt und wie die Öffentlichkeit damit umgehen sollte.
Ein IMHO von Lennart Mühlenmeier

Elon Musk und Manchester United: Der Meme-Lord braucht die Blutgrätsche
Artikel
  1. Wheelhome Vikenze III-e: Winziges elektrisches Wohnmobil mit Solardach
    Wheelhome Vikenze III-e
    Winziges elektrisches Wohnmobil mit Solardach

    Wheelhome hat mit dem Vikenze III-e ein elektrisches Wohnmobil für ein bis zwei Personen vorgestellt, das sich selbst dank Solarzellen mit Strom versorgt.

  2. Urteil: Tesla darf den Autopilot weiterhin so nennen
    Urteil
    Tesla darf den Autopilot weiterhin so nennen

    Das Assistenzsystem-Paket von Tesla darf weiterhin als Autopilot bezeichnet werden. Der Versuch, dies Tesla zu verbieten, blieb vor Gericht erfolglos.

  3. Post-Quanten-Kryptografie: Die neuen Kryptoalgorithmen gegen Quantencomputer
    Post-Quanten-Kryptografie
    Die neuen Kryptoalgorithmen gegen Quantencomputer

    Die US-Behörde NIST standardisiert neue Public-Key-Algorithmen - um vor zukünftigen Quantencomputern sicher zu sein.
    Eine Analyse von Hanno Böck

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bestellbar bei Amazon & Co. • MSI Geburtstags-Rabatte • Neuer Saturn-Flyer • Game of Thrones reduziert • MindStar (MSI RTX 3070 599€) • Günstig wie nie: MSI 32" WHD 175 Hz 549€, Zotac RTX 3080 12GB 829€, Samsung SSD 1TB/2TB (PS5) 111€/199,99€ • Bester 2.000€-Gaming-PC[Werbung]
    •  /