Microsoft: WSL 2 ermöglicht Ausführen eigener Linux-Kernel
Für das Windows Subsystem für Linux (WSL) in Version 2 nutzt Microsoft einen eigenen Linux-Kernel , der dank einiger Techniktricks auf Windows ausgeführt wird. Microsoft bietet dafür bisher eine eigene, speziell angepasste Version des Linux-Kernels an. Künftig können Nutzer aber auch eigene Builds des Linux-Kernels mit dem WSL 2 verwenden.
Die Nutzung eines eigenen Linux-Kernels ist laut Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) dabei vergleichsweise einfach umsetzbar. Über eine Konfigurationsoption lässt sich dem WSL 2 der Pfad zum eigenen Kernel-Abbild mitteilen und dieses wird dann in der VM des WSL 2 gestartet. Damit können Nutzer einfacher spezielle Module des Kernels nutzen. Ebenso sollten sich damit auch verschiedene Linux-Versionen im WSL 2 verwenden lassen.
Eine weitere Neuerung im WSL 2 ist ein vereinfachter Zugriff von Windows auf Netzwerkanwendungen in der Linux-Umgebung. Bisher musste dafür eine eigene IP-Adresse des Linux-Systems genutzt werden. Künftig reicht zur Kommunikation die Nutzung des sogenannten Localhost. Das sei eine der wichtigsten Arbeiten bisher gewesen, heißt es in dem Blogeintrag. Ebenso sei dies der wohl übliche Anwendungsfall: Mit dem Browser unter Windows wird auf eine Web-App der Linux-Umgebung zugegriffen. Die Rückrichtung, also der Zugriff von Linux auf Windows-Anwendungen, funktioniert aber noch nicht per Localhost. Daran will das Team ebenfalls arbeiten.
Neu im WSL 2 ist auch eine globale Konfigurationsdatei, mit der nicht nur einzelne Distributionen konfiguriert werden können, sondern eben die gesamte Umgebung. Darüber lässt sich unter anderem der eingangs erwähnte eigene Linux-Kernel auswählen. Die genannten Neuerungen lassen sich mit der Insider Preview Build 18945 von Windows 10 verwenden.
- Anzeige Hier geht es zum Handbuch für Softwareentwickler bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



