Microsoft: Windows XP ist eine tickende Zeitbombe
Microsoft hat heute an das Ende des weltweiten Supports für Windows XP vor genau einem halben Jahr erinnert. In einer Mitteilung an die Presse(öffnet im neuen Fenster) zitiert der Hersteller den Avispador-Analysten Axel Oppermann: "Windows XP auf vernetzten Firmenrechnern ist eine tickende Zeitbombe. Wer jetzt noch auf XP setzt, handelt grob fahrlässig nicht nur für sein eigenes Unternehmen. Es ist nicht die Frage, ob, sondern wann die IT gehackt werden wird."
Nach aktuellen Studien nutzen immer noch viele Unternehmen und Anwender das veraltete Betriebssystem, erklärte Microsoft. So lag im August 2014 der Anteil von XP einer Zählung von Statcounter zufolge in Deutschland noch bei 7,14 Prozent, nach 16,86 Prozent im Oktober 2013.
Microsoft bietet Firmen und Organisationen jedoch an, die Unterstützung des 13 Jahre alten Betriebssystems zu verlängern. Das Land Niedersachsen oder die britische Regierung machen von dem Angebot Gebrauch und soll für den Support von mehreren hunderttausend Rechnern etwa 6,5 Millionen Euro zahlen. Wie die britische Regierungsbehörde Crown Commercial Service offiziell bekanntgab(öffnet im neuen Fenster), will Microsoft bis zum 14. April 2015 Sicherheitsupdates für Microsoft Windows XP SP3, Office 2003 SP3 und Exchange Server 2003 SP2 nachreichen. Das niedersächsische Innenministerium wollte zwar nicht angeben, welche Support-Leistungen in dem Vertrag genau enthalten sind, geht aber davon aus, von Microsoft Sicherheitsupdates zu bekommen. "Für was bezahlen wir sonst?", fragte die Sprecherin des Innenministeriums in Hannover, Svenja Böhrk.
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