Microsoft: Windows Defender ATP für Linux ist da

Microsoft hat die Sicherheitssoftware Advanced Threat Protection (ATP) für diverse Linux-Distributionen freigegeben(öffnet im neuen Fenster) . Das Programm wird es zunächst für sechs Betriebssysteme geben: Red Hat Enterprise Linux ab Version 7.2, CentOS ab Version 7.2, Ubuntu 16 LTS oder höher, Suse Linux Enterprise Server ab Version 12, Debian 9 oder aktueller und Oracle Linux 7.2.
Der Dienst soll durch Tools wie Puppet und Ansible auf dem jeweiligen Betriebssystem eingerichtet werden können und wird über die Kommandozeile gesteuert und konfiguriert. Über die Shell können angemeldete Adminkonten etwa Scans anstoßen, Ausschlusslisten einrichten und Reporting durch Logs aktivieren. Microsoft hält die Expansion des Dienstes auf Linux für einen wichtigen Schritt. Dadurch seien alle wichtigen Server- und Client-Betriebssysteme abgedeckt. Defender ATP gibt es aktuell für Windows, MacOS und Linux.
Windows Defender ATP kommt für Android
Parallel dazu hat das Unternehmen die Software auch für Android(öffnet im neuen Fenster) freigegeben. Das Smartphone-Betriebssystem wird von Microsoft etwa auch für das eigene Dual-Screen-Gerät Surface Duo genutzt. Die Android-Version in der Preview wird zunächst einen Phishing-Schutz bieten, der unsichere Seiten und den Zugang zu Textnachrichten und E-Mails blockiert, die als gefährlich eingestuft werden. Außerdem soll es einen Echtzeitscanner geben, der Dateien und Applikationen analysiert und entsprechend einstuft.
Microsoft gibt die Preise für Windows Defender ATP nicht öffentlich an. Das Magazin Infused Innovation(öffnet im neuen Fenster) hat diese zusammengefasst. Eine Lizenz für einen Server kostet etwa 5,20 US-Dollar im Monat, ist allerdings wohl an eine minimale Menge von 50 Sitzen gekoppelt. Eine akademische Lizenz für die Nutzung an Schulen und Universitäten kostet 2,50 US-Dollar pro Monat und Client.