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Microsoft: Windows bekommt einen Paketmanager

Build 2020
Microsoft erstellt eine freie Alternative zum Windows -Store für die Kommandozeile. Der Hersteller pflegt dazu auch ein eigenes Repository.
/ Sebastian Grüner
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Für Windows gibt es nun auch eine Paketverwaltung. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)
Für Windows gibt es nun auch eine Paketverwaltung. Bild: Justin Sullivan/Getty Images

Windows-Hersteller Microsoft pflegt für seine vielen verschiedenen Programmierwerkzeuge bereits unterschiedliche Paketverwaltungen, wie etwa Nuget, das für .Net gedacht ist, oder auch die Paketverwaltung für die Powershell. Zu dieser Sammlung hinzu kommt nun ein weiterer Paketmanager(öffnet im neuen Fenster) , der offenbar als eine Art Alternative zum Windows-Store gedacht war und auf der Kommandozeile läuft.

In der Ankündigung zur Hausmesse Build heißt es dazu: "Nahezu jeder Entwickler wollte einen nativen Paketmanager in Windows. Dieser Tag ist endlich da" . Microsoft hat das Werkzeug als Open Source auf Github veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) und stellt über seine Insider-Builds eine Vorschau der neuen Paketverwaltung bereit, so dass diese bereits getestet werden kann.

Das Werkzeug selbst bietet bisher die üblichen und erwartbaren Funktionen, wie die Installation von Anwendungen, die Verifikation von Paketen sowie auch die Suche. Kurioserweise lassen sich die installierten Anwendungen derzeit noch nicht wieder über das Werkzeug deinstallieren.

Zusätzlich zu dem Kommandozeilenwerkzeug selbst pflegt Microsoft auf Github auch ein Community-Repository(öffnet im neuen Fenster) , das als standardmäßige Paketquelle genutzt wird. Dort findet sich bereits typische Entwicklungssoftware wie das OpenJDK für Java oder auch Node.js. Darüber hinaus dazu sind auch weitere Anwendungen wie etwa der VLC-Player verfügbar.

Offene Kooperation per Github

In seiner bisher noch recht kurzen Dokumentation(öffnet im neuen Fenster) beschreibt Microsoft den Paketmanager als Werkzeug, um schneller und einfacher als bisher Entwicklungsumgebungen aufzusetzen. Ebenso soll das Community-Repository als Quelle für Softwareanbieter dienen, um ihre Anwendungen einfach für Windows zur Verfügung zu stellen – also analog zum Windows-Store, nur eben auf der Kommandozeile.

Interessierte sollen dies einfach über einen Pull-Request auf Github lösen und so ihre eigene Software zu dem Repository hinzufügen können. Darüber hinaus plant Microsoft, die Unterstützung für alternative Paketquellen auszubauen, so dass sich künftig auch schnell und einfach eigene Repositorys nutzen lassen können. In Unternehmensumgebungen könnte sich auch die Verteilung von Software wohl vereinfachen und besser automatisieren lassen.


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