Microsoft Windows 8.1: Bis zu 100.000 US-Dollar für Sicherheitsfehler

Das Bug Bounty Program von Microsoft belohnt ab nächster Woche Sicherheitsforscher, die sich die Vorschau von Windows 8.1 alias Windows Blue genau anschauen. Insbesondere in den ersten 30 Tagen will Microsoft so Sicherheitsfehler finden, bevor das Betriebssystem von der breiten Masse eingesetzt wird.

Artikel veröffentlicht am ,
Sicherheitsforscher sollen Windows 8.1 noch vor der Veröffentlichung intensiv testen.
Sicherheitsforscher sollen Windows 8.1 noch vor der Veröffentlichung intensiv testen. (Bild: Microsoft)

Microsoft will noch vor der Veröffentlichung von Windows 8.1 die gröbsten und gefährlichsten Fehler aus dem Betriebssystem verschwinden lassen. In der kommenden Betaphase wird der Softwarekonzern deswegen insbesondere Sicherheitsforscher belohnen, die Windows 8.1 und den Internet Explorer 11 vorab testen.

Dabei gibt es ab nächster Woche verschiedene Belohnungen für Sicherheitsfehler, die das Betriebssystem oder den Browser regelrecht auseinandernehmen. Im besten Fall wird Microsoft die stolze Summe von 100.000 US-Dollar zahlen. Dazu muss ein Forscher eine schwerwiegende Sicherheitslücke finden, die die Verteidigungsmechanismen von Windows 8.1 außer Gefecht setzt, und das auch demonstrieren. Wer sich noch die Arbeit macht, gleichzeitig ein White Paper einzureichen, um die Fehler abzumildern, kann sich für weitere 50.000 US-Dollar qualifizieren: den sogenannten Blue-Hat-Bonus.

  • Geteilte App-Ansicht von Windows 8.1 (Bild: Microsoft)
  • Windows 8.1 erlaubt besseren Zugriff auf Skydrive. (Bild: Microsoft)
  • Neuer Startbildschirm von Windows 8.1 (Bild: Microsoft)
  • Neuer Startbildschirm von Windows 8.1 (Bild: Microsoft)
Neuer Startbildschirm von Windows 8.1 (Bild: Microsoft)

Beim Internet Explorer 11 gibt es weniger Geld, dafür sind hier gesonderte Details zum Verfahren veröffentlicht worden. Für einen sogenannten Tier 0 Bug des Typs RCE (Remote Code Execution) gibt es mindestens 11.000 US-Dollar. Dazu muss ein funktionierender Exploit samt Proof of Concept vorgelegt werden. Ein Whitepaper ist hier Pflicht. Dass es dem Angreifer gelingt, aus einer Sandbox auszubrechen, ist hingegen optional. Vermutlich wird Microsoft für so einen Fehler mehr zahlen.

Das Bug Bounty Program dürfte eine große Konkurrenz für andere Einkäufer von Sicherheitslücken sein. Geheimdienste zahlen bis zu 50.000 US-Dollar für solche Fehler. Microsofts Angebot dürfte so manchen dazu verleiten, die Lücke lieber dem Hersteller zu liefern, statt wie zuvor zweifelhafte Geschäfte zu machen, bei denen der Entdecker dann nicht weiß, wer mit den Sicherheitslücken geschädigt wird. Auch Kriminelle, die viel Geld investieren, um zahlreichen Anwendern mit Schadsoftware zu schaden, dürften den ein oder anderen Exploit weniger zur Verfügung haben. Allerdings konzentrieren sich Kriminelle eher auf Sicherheitslücken in Flash und Java.

Die erste Vorschau von Windows 8.1 wird für nächste Woche erwartet. Microsoft beginnt das Bug Bounty Program ab dem 26. Juni 2013 und wird für 30 Tage Bugreports für den Internet Explorer 11 annehmen. Wer Fehler in Windows 8.1 findet, hat mehr Zeit. Microsoft wird später ankündigen, wann das Programm beendet wird. Weitere Informationen zu dem Programm gibt es beim Microsoft Security Response Center.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Atalanttore 29. Jun 2013

Gerade die Übersetzung von Microsoft-Produkten ist im Vergleich zu einigen Open-Source...

Atalanttore 29. Jun 2013

Microsoft zahlt doch nicht ernsthaft mehr Geld pro Sicherheitslücke als Google.

kiss 20. Jun 2013

Nur weil die jetzt von ihrem Trip runter und auf den Boden der Realität zurückgekehrt...

Haxx 20. Jun 2013

Ich bin gespannt wie sie webgl implementiert haben. Vermutlich mit so was wie angle wie...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Whistleblower
Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
Artikel
  1. Schadstoffnorm 7: Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos
    Schadstoffnorm 7
    Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos

    Die neue Euronorm 7 legt nicht nur Grenzwerte für Bremsen- und Reifenabrieb fest, sondern auch Mindestanforderungen für Akkus.

  2. Ramjet: General Electric testet Hyperschalltriebwerk
    Ramjet
    General Electric testet Hyperschalltriebwerk

    Das Triebwerk soll Flüge mit Mach 5 ermöglichen.

  3. Elektroautos: Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie
    Elektroautos
    Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie

    Nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung springen erste Hersteller von Elektroautos ein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /