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Microsoft: Windows-11-Update sperrt neue Nutzer kurzzeitig aus

Microsoft musste ein Update von Windows 11, das ein Log-in verhindert, zurücknehmen. Admins müssen eventuell Richtlinien anpassen.

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Ein Laptop mit Windows 11 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Ein bereits Ende August veröffentlichtes Update für Windows 11 hat offenbar unter bestimmten Umständen dazu geführt, dass sich neue Nutzer für einige Zeit nicht mehr auf dem System anmelden konnten. Das berichtete Hersteller Microsoft bereits in der vergangenen Woche in einer entsprechenden Problembenachrichtigung.

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In der Beschreibung heißt es, dass nach der Installation von Update KB5016691 sowie dem Hinzufügen eines neuen Nutzers mit Microsoft-Account in Windows der Log-in für eine kurze Zeit nach einem Neustart oder einem Log-out nicht funktioniere. Betroffen seien dabei ausschließlich neu eingerichtete Zugänge beim ersten Log-in, versicherte Microsoft. Zugänge, die sich über eine Active-Directory-Domäne oder über einen Azure-AD-Account anmelden, seien nicht betroffen, heißt es. Einen Grund für den recht ungewöhnlichen Fehler, der beim Testen eigentlich schnell gefunden werden sollte, nannte Microsoft bisher nicht.

Die konkreten Auswirkungen sind darüber hinaus aber eher gering. Immerhin empfiehlt Microsoft als Workaround abzuwarten, bis sich der Fehler von selbst behebt, was geschehen soll, wenn der Anmeldebildschirm ein zweites Mal erscheint. Dennoch veröffentlichte Microsoft für das Problem ein sogenanntes Known Issue Rollback (KIR), mit dem die durch das Update ausgelösten Änderungen wieder zurückgenommen werden.

Das KIR wird über ein Zusammenspiel von Windows-Betriebssystem und Azure-Diensten automatisch umgesetzt. Known Issue Rollbacks werden auf Endkundengeräten standardmäßig automatisch installiert. Für Geräte, die von Admins über Gruppenrichtlinien verwaltet werden, muss das KIR darüber verteilt werden. Dafür bietet Microsoft eine entsprechende Anleitung an.