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Microsoft: Windows 11 läuft auf uraltem Pentium 4

Zwei logische Kerne und über 1 GHz: Der Pentium 4 hat alles, was Windows 11 benötigt – denn Secure Boot und TPM 2.0 lassen sich umgehen.
/ Marc Sauter
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Ein 65-nm-Cedar Mill ohne Heatspreader (Bild: Computerbase)
Ein 65-nm-Cedar Mill ohne Heatspreader Bild: Computerbase

Windows 11 mag höhere Systemanforderungen haben als Windows 10 – praktisch läuft Microsofts Betriebssystem aber auch auf ziemlich antiquierter Hardware: So hat es der Twitter-Nutzer Carlos_SM1995 geschafft, Windows 11 auf einem Pentium 4(öffnet im neuen Fenster) zu installieren. Der Rechner ist trotz des langen Boot-Vorgangs durchaus benutzbar.

Bei der verwendeten CPU handelt es sich um einen Pentium 4 661 alias Cedar Mill, den Intel im Januar 2006 veröffentlicht hat. Es handelt es sich um einen Single-Prozessor, der dank Hyperthreading zwei logische Kerne aufweist – das ist die Minimalanforderung von Windows 11.

Aufgrund der Netburst-Architektur rechnet der Pentium 4 mit 3,6 GHz und liegt damit weit über den 1 GHz, die Microsoft mindestens fordert. Die Leistung pro Takt ist mit neueren Chips zwar nicht vergleichbar, bei einer stumpfen Abfrage der nominellen CPU-Frequenz spielt das aber keine Rolle.

Laggy, aber läuft

Das restliche System bestand aus einer Asus-Platine mit 4 GByte DDR2-800-Speicher, einer 120 GByte fassenden SSD und einer Geforce GT 710 für die Grafikausgabe. Zur Installation von Windows 11 wurde WinPE(öffnet im neuen Fenster) eingesetzt, wobei Secure Boot und TPM 2.0 umgangen wurden. Offenbar hat Microsoft vergessen, die Intel Family 15 (Netburst) auf die Liste der inkompatiblen CPUs zu setzen.

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Laut Carlos_SM1995 ist der Rechner mit dem Pentium 4 und Windows 11 im Desktop-Betrieb durchaus einsetzbar, selbst Updates lädt er von Microsofts Servern. Auf noch älteren Netburst-CPUs läuft das Betriebssystem hingegen nicht, im Test mit einem Pentium 4 HT 670 (ein 90-nm-Prescott 2M) von 2005 verweigerte Windows 11 den Boot-Vorgang aufgrund der fehlenden CMPXCHG16B-Instruktion.

Mit der Netburst-Technik wollte Intel enorme Taktraten von über 10 GHz erreichen und schaffte nach anfänglichen Problemen auch weit über 3 GHz, wenngleich bei hoher Leistungsaufnahme. Ein Modell mit 4 GHz wurde daher nie veröffentlicht und der Prescott-Nachfolger, der Tejas alias Pentium V mit über 5 GHz, kam nie in den Handel.


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