Suche

Microsoft: Hersteller sollen Windows 11 nicht mehr auf HDDs ausliefern

Microsoft will OEMs verpflichten, nur noch Flash-Speicher als Boot-Laufwerk für Windows 11 einzusetzen. Das betrifft vor allem günstige PCs.

Artikel veröffentlicht am ,
HDDs sind bereits jetzt eher selten als Boot-Laufwerke anzutreffen. (Bild: Pixabay.com)

Microsoft will mit Windows 11 auch die Ära der HDD als Boot-Laufwerk endgültig beenden - zumindest, wenn auf einem vorgefertigten PC Windows laufen soll. Bis 2023 will der Konzern SSDs als primäre Boot-Laufwerke komplett durchsetzen. Es soll dann nicht mehr möglich sein, vorgefertigte Computer mit magnetischer Boot-Disk zu erhalten. Das berichtet Toms Hardware mit Verweis auf den Branchenanalysten Trendfocus.

Anzeige
Stellenmarkt
  1. Data Analyst / Data Technology Engineer (w/m/d)
    DSD - Duales System Services GmbH, Köln
  2. eRound Developer backend | frontend | fullstack (w/m/d)
    Stromnetz Hamburg GmbH, Hamburg
Detailsuche

Dabei gebe Microsoft nicht an, welche SSDs genau in OEM-PCs verbaut werden sollen. Die Mindestvoraussetzungen für Windows 11 geben lediglich eine Mindestkapazität von 64 Gigabyte an. Damit können also auch Geräte mit langsamen eMMC-Speicher als kompatibel betrachtet werden. Diese Art von Flash-Speicher ist bei Lese- und Schreibvorgängen oft in etwa genauso langsam wie eine HDD - mit Unterschieden bei Zugriffszeiten. Da Microsoft noch Geräte wie das Surface Go mit eMMC selbst verkauft, ist ein Ausschluss aus Windows 11 unwahrscheinlich.

Direct Storage nur mit SSD

Zwei Funktionen von Windows 11 setzen eine SSD bisher voraus: Direct Storage kann Games beschleunigen, während das Windows Subsystem for Android Smartphone-Apps auf Windows-Rechnern realisieren kann. Allerdings sind beide Funktionen optional und daher kein Muss, auf eine SSD umzusteigen.

Die meisten vorgefertigten Geräte werden mittlerweile sowieso nur noch mit eMMC-Flash (bei günstigeren Geräten) oder SSDs ausgeliefert. Im Notebook-Bereich gibt es HDDs eigentlich nicht mehr. Allerdings verbauen OEMs in vorgefertigten und günstigen Desktop-Systemen in seltenen Fällen HDDs als Boot-Laufwerke. Der Vorteil von Magnetfestplatten ist nämlich weiterhin ihr wesentlich günstigerer Preis pro GByte Kapazität.

Anzeige

Auch könnte Windows 11 in einer virtuellen Maschine noch auf eine HDD zugreifen. Ratsam ist das nicht mehr, da die Ladezeiten durch die hohen Zugriffslatenzen und die im Vergleich zu SSDs geringen Datenraten relativ hoch sind.