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Microsoft: Windows 10X wird noch einmal verschoben

Das Betriebssystem scheint nicht fertig zu sein. Microsoft arbeitet an der Stabilität. Ein Release im Frühling 2021 wird nicht eingehalten.
/ Oliver Nickel
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Windows 10X kommt wohl erst in der zweiten Hälfte 2021. (Bild: Microsoft/Montage: Golem.de)
Windows 10X kommt wohl erst in der zweiten Hälfte 2021. Bild: Microsoft/Montage: Golem.de

Eigentlich wollte Microsoft das Betriebssystem Windows 10X bereits im Frühling 2021 veröffentlichen. Daraus wird wohl nichts, wie das Magazin Windows Central(öffnet im neuen Fenster) mit Bezug auf interne Quellen berichtet. Der neue Release wird demnach für die zweite Hälfte 2021 angesetzt.

Als Gründe seien diverse Stabilitätsprobleme und kleinere Bugs zu nennen, die der Konzern noch vor dem Release beheben wolle. Dabei hat Microsoft nie offiziell bekannt gegeben, wann Windows 10X final erscheinen wird. Es wurde immer nur allgemein von einem Frühlingsrelease gesprochen.

Das Betriebssystem sollte ursprünglich speziell für Dual-Screen-Geräte kommen. Diese neue Gerätegattung hat Microsoft schon 2019 mit dem Surface Neo angekündigt. Bisher fehlt von diesem oder den vielen anderen Dual-Screen-Geräten jede Spur.

Von Dual-Screen zum Chromebook-Konkurrenten

Microsoft hat später allerdings den Fokus von Windows 10X etwas abgelenkt. Zunächst wollte das Unternehmen das neue OS für Hardware mit einem Bildschirm und Touchscreen anbieten. Auch Convertibles und Detachables wie das Surface Pro X wären als Plattformen dafür geeignet.

Microsoft stellt Surface Neo vor
Microsoft stellt Surface Neo vor (11:39)

Wie bereits Windows 10S, später Windows 10 im S-Modus, soll auch Windows 10X wohl größtenteils für UWP-Applikationen optimiert werden. Eine ursprünglich geplante Win32-Kompatibilität hatte Microsoft in einem früheren Build des OS wieder verworfen. Der Fokus liegt nach Unternehmensangaben eher auf weniger leistungsfähigen PCs mit einer Cloud-Anbindung, ähnlich wie es Chromebooks mit Googles ChromeOS tun. In Containern könnten so auch Win32-Applikationen ausgeführt werden - Netzwerkverbindung und Microsoft-Konto vorausgesetzt.

Diese Strategie hat bei Microsoft bereits zweimal nicht funktioniert: Der S-Modus wird kaum genutzt, genau wie das bereits nicht mehr unterstützte Windows RT, welches eine Abwandlung von Windows 8 ist. Es wird sich zeigen, ob Windows 10X diesen Trend fortsetzt oder doch erfolgreich wird.


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