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Microsoft: Windows-10-Update soll Rechner spürbar verlangsamen

Woher kommen die Leistungseinbußen bei Windows 10 ? Golem.de hat einen höheren RAM-Bedarf durch den betroffenen Patch festgestellt.
/ Oliver Nickel
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Windows 10 soll auf einmal langsam laufen. (Bild: Pixabay.com)
Windows 10 soll auf einmal langsam laufen. Bild: Pixabay.com

Einige Nutzer ärgern sich derzeit wohl über ein Windows-10-Update, das ihre Computer spürbar verlangsamt. Genannt werden die Patchpakete KB4540673, KB4551762 und das optionale KB4535996. Letzteres ist bereits seit drei Wochen verfügbar und wurde von Microsoft sogar mit einer Update-Warnung(öffnet im neuen Fenster) versehen. Der Hersteller gibt zu, dass es Probleme mit diesem spezifischen Update-Paket gibt.

Das englischsprachige IT-Magazin Windows Latest(öffnet im neuen Fenster) hat das Verhalten auf drei Testgeräten ebenfalls beobachten können. Dabei handelt es sich um eine spürbare Verlangsamung des Systems, die anscheinend vor allem durch KB4535996 hervorgerufen wird. Die Publikation rät dazu, diesen Patch zu deinstallieren, sollten Nutzer langsame Systeme feststellen.

Golem.de-System benötigt ungewöhnlich viel RAM

Golem.de hat die Prozedur auf einem eigenen Arbeitsgerät ausprobiert, allerdings mit dem Deinstallieren von Update KB4551762, welches Teile von KB4535996 und KB4540673 enthält. Es wird auf Computern installiert, die weder das eine noch das andere Paket aufgespielt haben. Auf dem System wurden vor dem Entfernen immerhin 5,2 GByte Arbeitsspeicher benötigt. Dabei wurden sämtliche Dienste, Treiber und Firmwares geladen und laufen parallel. Nach dem Deinstallieren des Updates konnten wir eine geringere Last feststellen, von 5,2 auf 4,4 GByte RAM.

Das könnte bei einigen Systemen zu Leistungseinbußen führen, wenn der Arbeitsspeicher etwa bei 8 GByte liegt. Dieser ist bei vielen Notebooks Standard. Es ist allerdings nicht klar, was genau die Ursache für die Systemverlangsamungen ist. Das Problem: Es spielen viele verschiedene Faktoren eine Rolle – installierte Programme, Firmware, Treiber und Hardware selbst. Microsoft hat laut Windows Latest das Problem bisher nicht offiziell bestätigt. Dafür ist die Fehlerbeschreibung auch relativ ungenau.


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