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Microsoft: Windows 10 soll Daten besser vor Ransomware schützen

Ransomware -Angriffen sollen Windows-10 -Nutzer weniger hilflos ausgeliefert sein. Mit einer geplanten Funktion für Microsofts Betriebssystem wird Erpressersoftware der Zugriff auf wichtige Nutzerdaten erschwert.
/ Ingo Pakalski
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Controlled Folder Access in Windows 10 (Bild: Microsoft)
Controlled Folder Access in Windows 10 Bild: Microsoft

Microsoft hat mit dem aktuellen Insider-Build 16232 von Windows 10 neue Sicherheitsfunktionen für das Betriebssystem vorgestellt. Unter anderem wird ein effektiverer Schutz vor Ransomware integriert, der dann nach jetziger Planung im Fall Creators Update von Windows 10 enthalten sein wird. Die Funktion nennt sich kontrollierter Ordnerzugriff (Controlled Folder Access) und ist Bestandteil der Sicherheitssoftware Windows Defender.

Mehr Schutz für Daten

Die neue Funktion stellt im Grund nur einen erweiterten Zugriffsschutz dar: Der Anwender kann für bestimmte Verzeichnisse einen zusätzlichen Zugriffsschutz aktivieren. So kann nur ausgewählten Programmen der Zugriff auf die betreffenden Ordner erlaubt werden. Wenn ein Programm dafür keine Berechtigung hat, kann es auch keine Daten in dem betreffenden Verzeichnis verändern.

Wenn der Nutzer darauf achtet, dass alle Verzeichnisse mit wichtigen Daten mit einem kontrollierten Ordnerzugriff versehen sind, sollten Schäden durch Erpressersoftware deutlich verringert werden. Der Anwender muss also im Vorfeld selbst dafür sorgen, dass der erweiterte Schutz für alle wichtigen Verzeichnisse gilt.

Standardmäßig werden Basisverzeichnisse wie Dokumente, Bilder, Videos und Desktop mit einem kontrollieren Ordnerzugriff versehen. Diese Liste kann vom Anwender auch nicht ohne weiteres verändert werden. Wer seine Daten in den typischen Windows-Verzeichnissen ablegt, erhält damit schon einmal einen erweiterten Schutz.

Exploit-Schutz wandert

Der bisher im Windows Defender enthaltene Exploit-Schutz ist nun im Windows Defender Security Center enthalten. Damit können spezielle Schutzmaßnahmen für Programme erstellt werden. Durch die Verlagerung steht die Funktion auch bereit, wenn eine Sicherheitssoftware eines anderen Anbieters verwendet wird. Dann deaktiviert sich der Windows Defender und die darin enthaltenen Sicherheitsfunktionen sind nicht länger in Windows 10 enthalten.

Windows 10 Build 16232(öffnet im neuen Fenster) wird derzeit über den Fast Ring des Windows Insider Programms verteilt. Dabei handelt es sich um eine Vorabversion, so dass beim Einsatz Fehler auftreten können.


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