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Microsoft: "Was Xamarin für B2C ist, ist die Power Platform für B2B"

Wie verbindet man die Arbeit von Entwicklern mit der von Kollegen im Büro gegenüber? Microsofts Power Platform ist eine Möglichkeit. Der Bereichsleiter des Projektes, Richard Riley, spricht über das noch junge Produkt und eine Community, die anscheinend sehr lebhaft ist.

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Microsoft zeigt auf der Build 2019 Neuigkeiten für die Power Platform.
Microsoft zeigt auf der Build 2019 Neuigkeiten für die Power Platform. (Bild: Microsoft)

Microsofts Power Platform ist ein relativ neues Produkt, das zudem noch nicht allzu bekannt ist. Dabei bildet sich wohl bereits eine aktive Community um die Entwicklungsplattform. "Leute wollen ihr Zeug teilen", sagt Richard Riley, Bereichsleiter der Microsoft Power Platform, Golem.de. Tatsächlich gibt es laut seinen Worten Leute, die ihre Rechnungen mit Einnahmen aus Youtube-Kanälen bezahlen, die nur How-to-Videos zu Power-Apps veröffentlichen. "Ich habe den falschen Job", sagt Riley.

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Die Power Platform ist ein System, das viele verschiedene Schnittstellen von unterschiedlichen Anbietern in einem Produkt vereinen soll. SAP, Oracle und andere Hersteller stellen diese Schnittstellen teilweise als Open Source zur Verfügung - insgesamt etwa 250. "Es ist in ihrem Interesse, das zu tun. Denn sie erreichen damit viele Office-365-Nutzer", sagt Riley. Die Power Plattform bietet eine große Auswahl an Applikationen an, die solche Schnittstellen nutzen. Diese werden zuerst unabhängig voneinander programmiert - unter iOS, Android, Windows, MacOS oder Linux. Entwickler können ihre fertig kompilierten Programme dann intern ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen.

Wie Xamarin für B2B

Auf der anderen Seite stehen Nutzer, die sich als Office-365-Experten bezeichnen können, aber selbst keine Softwareentwickler sind. Das sind Menschen, die sich etwa mit Funktionen und Formeln in Excel auskennen. Die Power Platform nutzt genau diesen Pseudocode, so dass Nutzer die Power-Apps in ihre Arbeit einbinden können. "Was Xamarin für B2C ist, ist die Power Platform für B2B", sagt Riley.

Riley arbeitet seit etwa 18 Monaten an der Power-Plattform. Viel länger existiert das Projekt auch noch nicht: etwa zwei Jahre. Auf der Build 2019 gibt es einige Neuerungen: Das Powerapps Component Framework ermöglicht das Erstellen von Anwendungen auf Basis von Javascript oder Typescript. Microsoft will das im kommenden Sommer auf die eigene IDE Visual Studio erweitern.

"Einer unserer Kunden ist ein großer Ölkonzern, der für fünfzig verschiedene Förderungsverfahren fünzig verschiedene Excel-Tabellen einsetzt. Momentan werden Daten mit Copy and Paste zusammengefasst", sagt Riley. Die Power Platform soll das vereinheitlichen und vereinfachen, da sie unterschiedliche Versionen von Datenbanken mit vereinheitlichten Konnektoren ausstattet - SQL-Datenbanken, Access-Datensätze oder eben Excel-Tabellen. Das Ziel ist zudem, künftig Daten mit der Hilfe von Machine Learning automatisch auszuwerten. Das wird allerdings wohl noch etwas dauern.

Doch wenn Hunderte verschiedener Kunden viele unterschiedliche Applikationen für die Power Platform bereitstellen, bedeutet das unweigerlich, dass Fehler gemacht werden. Microsoft will das mit dem auf der Build 2019 vorgestellten Powerapps Checker eindämmen. Dieses Tool analysiert den Code einer Applikation und gibt Hinweise auf Standards, die eingehalten werden sollten, damit Apps auch ordnungsgemäß funktionieren. Momentan werden diese Regeln noch von Microsoft-Mitarbeitern manuell aufgestellt. Später soll das aber ebenfalls Machine Learning übernehmen können. "Das ist der Plan", sagt Riley.

Riley selbst ist vom Feedback der Community begeistert. Sein Team und er wollen auf dieser Basis das Produkt weiterentwickeln. Es existiert auch ein Forum mit knapp 100.000 Beiträgen, in dem sich Nutzer der Plattform austauschen. Viele dieser Beiträge fragen nach neuen Funktionen oder berichten von noch auftretenden Fehlern: Wie können Quellen von Powerapps überprüft werden? Warum läuft eine Funktion auf mobilen Geräten nicht? Die Power Platform ist wohl noch eine recht belebte Baustelle.

Auch die Konkurrenz in diesem Bereich ist nicht klein. "Salesforce, Google, Oracle - sie alle arbeiten an einem ähnlichen Konzept", sagt Riley. Es wird sich zeigen, welches System sich durchsetzt.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Microsoft an der Entwicklerkonferenz Build 2019 teilgenommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

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m_for_manu 08. Mai 2019

und bisher sieht das echt gut aus. AzureSQL im Background und drei Client-Apps (Zentrale...

sambache 08. Mai 2019


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