Microsoft: Warum Quantum Break nicht für Windows erscheint

Zuletzt hatte sich Microsoft auf der Gamescom 2015 zu einem verstärkten Engagement für PC-Spiele bekannt. Dank des fast nagelneuen Windows 10 sei es ja schließlich kein Problem mehr, Games gleichzeitig für die Plattform Xbox One und für PC zu produzieren. Nun hat Xbox-Chef Phil Spencer erklärt, warum fast alle für die nächsten Monate angekündigten Spitzenspiele nur für die Xbox erscheinen.
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Seinen Angaben zufolge hat die Entwicklung von "Scalebound, Crackdown und Quantum Break lange vor dem Zeitpunkt begonnen, zu dem absehbar war, dass Windows wieder eine wichtigere Rolle" haben würde. Es sei einfach keine gute Idee, mitten in der Entwicklung zu den Teams zu gehen und um eine weitere Plattform zu bitten, so Spencer – der immerhin nicht ausschließen will, dass die Spiele irgendwann auch für Windows erscheinen.
Ein bisschen erstaunlich ist Spencers Darstellung schon. Eigentlich sollte es kein großes Problem sein, auch mit wenig Vorlauf gleichzeitig eine Windows-Version zu produzieren. Die Teams dürften ihr Werk so gut wie sicher sowieso auf einer PC-Entwicklungsumgebung programmieren. Schließlich ist die Xbox One aus technischer Sicht nicht allzu weit von einem Mittelklasse-PC entfernt. Der größte zusätzliche Aufwand dürfte für die Steuerung und die zusätzlich nötige QA anfallen.
Spencer deutet in seinem Gespräch mit PC Gamer(öffnet im neuen Fenster) selbst an, dass es noch weitere Gründe für Plattform-Exklusivität gibt: In einigen Fällen sei eine Verfügbarkeit auf jeder Hardware schlicht nicht sinnvoll. Wahrscheinlich meint er damit in erster Linie, dass Vorzeigetitel wie Quantum Break ja auch die Aufgabe haben, den Absatz einer Plattform zu fördern – und Microsoft steht mit der Xbox One in einem harten Konkurrenzkampf mit der Playstation 4 von Sony.

Immerhin hat Spencer auf der Gamescom 2015 einen ganz neuen Titel angekündigt, der für die Xbox One und für Windows gleichzeitig erscheinen soll, nämlich das Strategiespiel Halo Wars 2.