Microsoft: Visual Studio Team Services wird zu Azure Devops
Visual Studio wird zu Azure, zumindest teilweise. Azure Devops(öffnet im neuen Fenster) ist ein neuer und umbenannter Dienst für Entwicklerteams. Er ist Visual Studio Team Services (VSTS) entlehnt und teilt sich in fünf Hauptkomponenten auf, die Microsoft in einem entsprechenden Blogeintrag und dazugehörigem Video beschreibt: Azure Pipelines, Azure Boards, Azure Artifacts, Azure Repos und Azure Test Plans. Entwicklerstudios, die VSTS nutzen, sollen automatisch auf die neue Struktur von Azure Devops umgestellt werden. Dabei ändert sich die Start-URL in dev.azure.com/abc.
All diese Dienste sind dazu da, mehrere parallele Softwareprojekte zu verwalten. Das eigentliche Bearbeiten von Quelltexten bleibt dabei innerhalb von Visual Studio oder einer anderen integrierten Entwicklungsumgebung bestehen. Nutzer starten mit der Weboberfläche des Dienstes, welche eine Übersicht über derzeitige Projekte, Pull Requests oder dem angemeldeten Mitarbeiter zugewiesene Arbeitsmodule gibt.

Von dort aus ist es möglich, direkt zu den Dashboards einzelner Projekte zu gelangen. Auf der Übersichtsseite können Widgets abgelegt werden – etwa eine Checkliste oder dort durchgeführte Pull Requests. Die Oberfläche folgt einem Drag-and-Drop-Pinzip. Teil von Azure Boards ist Canban Boards, mit dem Nutzer einzelne Arbeitsschritte ihrer Projekte dokumentieren und nachverfolgen können. Das erinnert ein wenig an Kachel-Organisationstools wie Trello.
Kompatibel mit "allen Programmiersprachen"
In Azure Repos werden einzelne Dateien innerhalb eines Softwareprojekts sichtbar. Dieser Teil gibt auch eine Übersicht über verschiedene Commits, Pushes und Branches innerhalb eines Projekts. Außerdem lassen sich darüber neue Pull Requests inklusive Chat-Konversation für das ausgewählte Projekt anlegen.
Mit Azure Pipelines lässt sich ein Projekt für verschiedene Programmiersprachen und verschiedene Plattformen entwickeln. Microsoft spricht von "allen Programmiersprachen für alle Plattformen", was wohl schwer möglich ist. Den entsprechenden Quellcode ziehen Nutzer aus diversen Datenbanken wie Github, Bitbucket oder dem von Microsoft bereitgestellten Azure Repos Git. In Pipelines können Entwickler einzelne Builds ihrer Software auswerten und den Verlauf des Projekts überblicken.
Azure Devops kann bereits kostenlos bis zu einer Teamgröße von fünf Personen ausprobiert werden. Eine Lizenz(öffnet im neuen Fenster) für zehn Konten kostet etwa 25 Euro im Monat, 1.000 Entwickler bezahlen für die Software etwa 5.200 Euro pro Monat. Neue Nutzer sollen laut Microsoft "keinen Verlust von Funktionalität, sondern nur mehr Auswahl und Kontrolle" erhalten. Ein Ändern von Arbeitsabläufen wird jedoch trotzdem etwas Eingewöhnung brauchen.
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