Microsoft: Vier von zehn PCs sind noch immer zu Windows 11 inkompatibel
Gerade im Businessbereich tut sich Windows 11 schwer, Kundschaft zu finden. Das Betriebssystem setzt eben recht aktuelle Hardware voraus.
Das Softwareunternehmen Lansweeper hat auch 2022 wieder Ergebnisse in Bezug auf die Windows-11-Kompatibilität veröffentlicht. Zwar hat sich die Situation mittlerweile verbessert. Allerdings sind noch immer knapp 43 Prozent aller Kunden-PCs nicht mit Microsofts Betriebssystem kompatibel. Das liegt vor allem daran, dass Windows 11 ältere CPU-Generationen kategorisch für ein Upgrade ausschließt.
Entsprechend wenig Kunden, zu denen auch große Konzerne wie Sony, Pepsico und Hilton Hotels gehören, adaptieren Microsoft Windows 11 als primäres Betriebssystem im Unternehmen. Insgesamt liegt der Prozentsatz bei 2,61 Prozent. Es gibt den Daten zufolge also mehr Maschinen mit Windows Server 2016 (2,77 Prozent). Das aktuelle Windows Server 2022 wird nur von 0,2 Prozent der Clients verwendet. Selbst das obsolete Windows 7 wird mit 3,38 Prozent häufiger genutzt als Windows 11.
CPU, RAM oder TPM inkompatibel
Windows 10 bleibt hingegen mit 81,87 Prozent Anteil das mit Abstand beliebteste Betriebssystem unter Lansweeper-Kunden. "Wir wissen, dass diejenigen, die nicht auf Windows 11 aufrüsten können, weiterhin Windows 10 verwenden werden", sagte Lansweeper-CSO Roel Decneut dem Magazin The Register. Kein Wunder: Das OS wird noch bis 2025 weiterhin voll durch Updates unterstützt.
Für Unternehmen dürfte es nicht unbedingt einfach werden, auf Windows 11 umzusteigen, sobald Windows 10 abläuft. Durch die höheren Hardwareanforderungen müssen viele damit rechnen, ihre komplette Client-Infrastruktur durch neuere Hardware zu ersetzen. Wie erwähnt, sind vier von zehn PCs durch zu alte CPUs inkompatibel. Bei 14,7 Prozent ist das TPM-Modul inkompatibel. 7,2 Prozent haben nicht genug Arbeitsspeicher für Windows 11.